Die Stiftungsurkunde vom 23.10.1577 zeigt, dass die Bauarbeiten im Komplex noch andauerten; es ist wahrscheinlich, dass der Bau der Medresen bis 1582 fortgesetzt wurde.
1825 wurde für den Komplex ein Instandsetzungsprozess durchgeführt.
Das Erdbeben von 1894 führte im Komplex zu großen Zerstörungen.
Nach der 1955 begonnenen Instandsetzung wurde der Komplex 1963 wieder zur Nutzung eröffnet.
Der Denkmalschutzrat verlangte in seinem Beschluss vom 28.08.1991 die Erstellung eines Aufmaßes und eines Instandsetzungsprojekts für die Restaurierung und entschied die Räumung der Medrese-Einheiten.
Die Medrese-Einheiten werden heute mit kultur- und kunstorientierten Werkstattnutzungen bewertet.
Hervorstechende Merkmale:
Das Gebäude ist eine der beiden Medrese-Einheiten des Zal-Mahmud-Paşa-Komplexes.
Der Komplex wurde auf ein abschüssiges Gelände gesetzt; eine der Medrese-Einheiten befindet sich auf dem oberen, die andere auf dem unteren Niveau.
Die Medrese-Einheiten sind Teil der Erschließungsordnung, die der Komplex mit seinen zu zwei verschiedenen Straßen geöffneten Hofportalen bildet.
Im ursprünglichen Programm des Komplexes wurden Medrese, Türbe und Brunnen zusammen geplant; diese Anlage stärkt die Bildungsidentität des Bauwerks innerhalb des Stiftungswesens mit Schwerpunkt auf den religiösen Wissenschaften.
Die auf dem unteren Niveau gelegenen Medrese-Einheiten wurden als Anlage in L-Form beschrieben.