Hadım İbrahim Paşa Medrese
HÖRFASSUNG DES INHALTS:
BAUJAHR:
1560 (geschätzt)
STANDORT:
Fatih, İstanbul
ERBAUER:
Hadım İbrahim Pascha
ARCHITEKT:
Mimar Sinan
Änderungen nach der Errichtung:
- Das Erdbeben von 1648 verursachte Schäden am Minarett und an den Hofmauern; die Schornsteine von acht Zellen der Medrese stürzten ein.
- Sabîh Ali Efendi ließ im Mescid einen Minber einsetzen; durch diesen Eingriff erhielt das Bauwerk die Funktion einer Moschee.
- Das Erdbeben von 1894 fügte dem Bauwerk schwere Schäden zu; zwei Mauern stürzten vollständig ein, und der Teil des Minaretts oberhalb des Şerefe brach zusammen.
- In den Einträgen von 1914 und 1918 wurde das Bauwerk als verfallen bewertet und von der Verwaltung außer Etat gestellt.
- Im Zeitraum 1930–1960 blieb der Mescid verfallen; der Medrese-Teil blieb ungepflegt und wurde zu Wohnzwecken genutzt.
- In jüngerer Zeit wurde die Umgebung enteignet und freigeräumt; das Bauwerk wurde innerhalb eines Universitätsgeländes neu geordnet, und die Grenzen des Areals wurden in die Nutzung der Institution einbezogen.
Hervorstechende Merkmale:
- Die Medrese ist der Bildungsbau eines kleinen Komplexes, der durch die Umwandlung einer kleinen Kirche (Kapelle) aus byzantinischer Zeit in einen Mescid entstanden ist.
- Mimar Sinan errichtete um den Mescid eine Medrese und führte das Bauwerk damit in die Ganzheit eines Komplexes über.
- Die Medrese wurde so positioniert, dass sie sich der Straßenstruktur anpasst, an einer Seite des Hofes und außerhalb des Mescid liegt.
- Im Grundriss gibt es eine Anordnung mit einem großen kuppelgedeckten Dershane in der Mitte und davor Zellen mit kuppelgedeckten Portiken; in der Bauaufnahme wird eine Anordnung mit 11 Zellen, davon eine kleiner, und einem Dershane angegeben.
- In den Portiken wurden Marmorsäulen mit Rautenkapitellen verwendet; der Türbogen des Dershane wurde aus zweifarbigen Steinen in verflochtener Weise ausgeführt.
- Im Innenraum wurde ein auf den Putz aufgebrachtes Dekorband gefunden; ein Teil dieses Bandes befindet sich heute in einer Museumssammlung.