Sokullu Mehmet Paşa Medrese

HÖRFASSUNG DES INHALTS:

BAUJAHR:

1571-1572

STANDORT:

Fatih, İstanbul

ERBAUER:

Großwesir Sokullu Mehmed Pascha

ARCHITEKT:

Mimar Sinan

Änderungen nach der Errichtung:
  • 1909 wurde ein Teil des Grundstücks der Medrese wegen der Straßenverbreiterungsarbeiten in der rückwärtigen Straße enteignet.
  • In den Aufzeichnungen von 1914 wird angegeben, dass die Medrese aktiv war.
  • 1918 wurde die Medrese von Brandopfern zu Unterkunftszwecken genutzt.
  • 1928 vermietete der Ständige Rat der Provinz Istanbul die Räume der Medrese.
  • 1929 wurde das Gebäude insgesamt zur Wohnnutzung vermietet; die Räume wurden durch Untervermietung in Gebrauch genommen.
Hervorstechende Merkmale:
  • Moschee und Medrese teilen sich denselben Şadırvan-Hof; nach dem nach Norden geöffneten Haupteingang gelangt man über eine Treppe auf das Hofniveau.
  • Der Komplex sitzt mit unterschiedlichen Niveaus auf einem Gelände, das sich von Süden nach Norden und von Osten nach Westen neigt; der nördliche Teil ist der Moschee und der Medrese, der südliche Teil der Tekke vorbehalten.
  • Der Unterrichtsraum ist eine aus dem Baukörper der Medrese vorspringende, quadratisch geplante und kuppelgedeckte Einheit; der Haupteingang und die Treppenanlage wurden unter dem Unterrichtsraum angeordnet.
  • Die Medreseräume sind quadratisch geplant und kuppelgedeckt; die Räume umfassen den Hof in zwei gleichen Teilen in L-Form; vor ihnen verläuft ein mit Holz überdeckter (bleigedeckter) Revak.
  • An der nordwestlichen Ecke des Komplexes befindet sich ein nach außen vorspringendes Wasserreservoir; darüber liegen die Latrinen der Medrese, davor zwei Brunnen; unter den Medreseräumen reihen sich Läden.
  • In der gemeinsamen Eingangsinschrift ist zusammen mit dem Fertigstellungsdatum des Moschee-Medrese-Paares auch verzeichnet, dass sich an diesem Ort zuvor bereits ein Bauwerk befand.