Süleymaniye Lehrlingsmedresen

HÖRFASSUNG DES INHALTS:

BAUJAHR:

1558-1559

STANDORT:

Fatih, İstanbul

ERBAUER:

Suleiman der Prächtige

ARCHITEKT:

Mimar Sinan

Änderungen nach der Errichtung:
  • Für den Süleymaniye-Komplex ist festgestellt worden, dass in den Jahren 1858–1859 zusammen mit der Moschee auch an den anderen Bauten des Komplexes eine umfassende Instandsetzung vorgenommen wurde.
  • In den Aufmaß-, Restitutions- und Restaurierungsarbeiten wurden für die südwestliche Fassade der Medrese-i Salis, an der sich der Haupteingang befindet, Regelungsentscheidungen zum Straßenniveau und zum Hofniveau zwischen den Medresen erarbeitet.
  • In den Restitutionsentscheidungen wurden Fassaden- und Öffnungseingriffe wie die Wiederöffnung einiger Fenster sowie die Ergänzung von Holzläden und eisernen lokma-Gittern definiert.
  • Es wurden Material- und Detailentscheidungen festgehalten, darunter die erneute Ausführung der ursprünglichen Bleideckung an Kuppeln und Gewölben als Bleiverkleidung, die Erneuerung der Böden in einigen Zellen als „şeşhane (sechseckiger) Ziegelboden“ und die Rückkehr zu einem Holzboden im Sitzbereich des Unterrichtsraums.
  • Für den Bereich der Mülazimler wurden Entscheidungen festgelegt wie die Ausführung des Hofbodens als Küfeki-Steinbelag, die restitutionsgerechte Wiederherstellung des nicht originalen Eingangstores entsprechend seiner Epoche und die Entfernung des nicht originalen Brunnens.
  • Seit dem akademischen Jahr 2018–2019 werden die Einheiten der Mülazimler-Medrese und der Medrese-i Salis im Rahmen des Universitätscampus für Bildungs- und akademische Zwecke genutzt.
Hervorstechende Merkmale:
  • Die Medresen Salis und Rabi liegen östlich der Moschee in gestufter Anordnung am zum Goldenen Horn abfallenden Hang; beide Bauten sind annähernd quadratisch geplant und symmetrisch.
  • Den von Revaken umgebenen Hof umgeben die Zellen an drei Seiten mit Ausnahme der Westseite; an der Westseite befindet sich der Unterrichtsraum, der von zwei Seiten zugänglich ist und an der Ostseite einen Iwan besitzt.
  • Es wird angegeben, dass die Zugänge zum Unterrichtsraum mit Gewölben, die übrigen Einheiten hingegen mit Kuppeln überdeckt sind und dass das Bauwerk mit der gestuften Ordnung der Kuppeln eine starke Silhouettenwirkung erzeugt.
  • Wegen der Geländeneigung befindet sich unter beiden Medresen jeweils eine untere Medreseebene, die aus einer Reihe von Räumen besteht und auf einen schmalen Hof blickt; diese untere Ebene ist unter dem Namen Mülazımlar-Medrese bekannt.
  • Ihre Eingänge öffnen sich zur Mimar-Sinan-Straße; die Unterrichtsräume wurden in beherrschender Lage über den Höfen in Richtung des Goldenen Horns angeordnet.
  • Es wird angegeben, dass die vier Fiqh-Medresen der Süleymaniye, also Evvel, Sani, Salis und Rabi, innerhalb der osmanischen Medrese-Hierarchie zu den ranghöchsten Institutionen gehörten und dass in diesem Kern die Lehre der islamischen Wissenschaften und besonders des Fiqh angestrebt wurde.
  • Es wird mitgeteilt, dass sich in jeder dieser vier Medresen fünfzehn Studenten befanden und dass diese Studenten als „Danişmend“ bezeichnet wurden.