Seydi Bey ließ die Moschee 1558 errichten; das Datum der Inschrift ist Muharrem 966.
Seydi Bey ließ 1590 vor der Moschee einen großen Brunnen errichten; der Inschriftentext stammt von Seydi Bey.
In der Zeit nach dem Tanzimat gibt es Eingriffe an der Fassade der Moschee; die großen rundbogigen Fenster und das „Ochsenaugenfenster“ zeigen diese Schicht.
Der Fatih-Brand vom 31. Mai 1918 beschädigte die Moschee schwer; das Bauwerk blieb verlassen.
In der Mitte des 20. Jahrhunderts war das Bauwerk bis an den Punkt des Einsturzes gekommen; das Grundstück wurde in den folgenden Jahren als Parkplatz genutzt.
Die heutige Moschee wurde 2016 neu errichtet.
Hervorstechende Merkmale:
Das Bauwerk ist auch unter dem Namen „Seyyid Bey Moschee“ bekannt.
Die Moschee zeigt eine Mauertechnik, die durch Wände aus abwechselndem Bruchsteinmauerwerk und durch Ziegellagen auf bestimmten Höhen gekennzeichnet ist.
Die obere Überdeckung wird als eine mit Ziegeln gedeckte Holzdachordnung beschrieben, wie sie für Stadtteilmoscheen charakteristisch ist.
Das Minarett besitzt eine Anlage mit kräftigem Schaft; am Sockel tritt Werkstein hervor, in den oberen Partien dominiert Ziegelmauerwerk.
Das Bauwerk gehört zu den seltenen Stadtteilmoscheen, die über das Profil ihres Stifters, der in direkter Beziehung zur Süleymaniye-Wasserleitung stand, mit der Infrastrukturgeschichte Istanbuls verbunden sind.