Änderungen nach dem Bau
Da sich in unmittelbarer Nähe der Moschee ein Brunnen befindet, den Arslan Ağa, der Kethüda Kösem Sultans, der Gemahlin Sultan Ahmeds I. und Mutter Sultan Murads IV. sowie Sultans İbrahim, errichten ließ, gilt allgemein Arslan Ağa als Stifter des Bauwerks.
Die Moschee, die auf den Namen der Stiftung des Babüssaade Ağası und Rechnungsführers Abdi Efendi bin Mehmed eingetragen ist, wurde 1886 von dem osmanischen Gouverneur und General Süleyman Bahri Pascha neu errichtet und umfassend instand gesetzt.
Das Bauwerk wurde im Laufe der Geschichte zu verschiedenen Zeiten repariert; seine fevkânî, also obergeschossige, Planstruktur ging nach diesen Instandsetzungen teilweise verloren.
In der Erfassung der Stiftungsbauten von 1924 wurde es innerhalb der Grenzen des Selmanağa-Viertels als „Abdullah-(Abdi)-Efendi-Moschee“ verzeichnet. Aus amtlichen Unterlagen geht hervor, dass es zu jener Zeit für den Gottesdienst geöffnet und in gepflegtem Zustand war.
Besondere Merkmale
Es handelt sich um eine quadratisch angelegte Moschee mit gemauerten Stein- und Ziegelwänden sowie einem Holzdach.
In einigen Aufzeichnungen wird der Bau auch als rechteckig wirkende, durch ein Kellergeschoss erhöhte Struktur beschrieben; das Dach ist als Walmdach mit Marseiller Ziegeln gedeckt.
Das Bauwerk besitzt weder eine Inschrift noch einen Friedhofsbereich.
Es wird angegeben, dass einst ein Schutzdach über dem danebenliegenden Brunnen die Funktion eines Minaretts übernahm; heute besitzt die Moschee ein gemauertes, mit Blech verkleidetes Minarett mit einem einzelnen Balkon.
In historischen Quellen wurde sie auch unter den Namen Kumru-Moschee, Abdullah-Efendi-Moschee, Hammal-Başı-Moschee, Muhasebeci-Abdi-Efendi-Moschee und Arslan-Ağa-Moschee erwähnt; sie erlebte daher im Laufe der Zeit mehrere Namensänderungen.
Der Verfasser der Hadika vertritt zur Stifterfrage eine andere Ansicht und schreibt: „Ihr Stifter ist Kumru Mehmet Ağa. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof außerhalb von Üsküdar. Diese Moschee besitzt kein eigenes Viertel.“
Auch in einem İlam vom Mai 1780 wird die Moschee erwähnt; diese Angabe zeigt, dass das Bauwerk bereits im 18. Jahrhundert bestand.

