Änderungen nach dem Bau
Die Tekke wurde im 19. Jahrhundert mehrere Male repariert.
Nach der Schließung der Tekken und Zaviyen im Jahr 1925 beherbergte sie noch eine Zeit lang afghanische Derwische; anschließend blieb sie verlassen und verfiel.
1942 wurde der größte Teil der Tekke abgebrochen; die Inschrift über dem Haupttor wurde in das Museum für türkische und islamische Kunst gebracht und später in den Amcazade-Hüseyin-Pascha-Komplex versetzt.
Bis heute sind die Umfassungsmauer, das Haupttor, der Brunnen, der Hazire, ein Teil der Meşruta und der Selamlık-Pavillon erhalten geblieben.
Besondere Merkmale
Es wurden auch die Bezeichnungen Afghanlılar-Tekke, Afghanisches Kalenderhane und Kalenderhane-Tekke verwendet.
Die Tekke steht in Verbindung mit der Naqshbandi-Tradition in der Nähe der Çinili-Moschee; ihr Gründungszweck war die Unterbringung lediger und reisender Derwische aus Afghanistan.
Auf dem Posten der Tekke saßen bis zu ihrer Schließung ausschließlich afghanische, unverheiratete Naqshbandi-Sheikhs.
In der Anlage wurde ein umfangreiches, auf Beherbergung ausgerichtetes Programm umgesetzt; Mescid-Tevhidhane, Scheich-Meşruta, Derwischzellen, große Küche, Vorratsraum, Taamhane, Selamlık-Pavillon, Brunnen, Wasserbecken und Hazire wurden zusammen konzipiert.
Der Selamlık-Pavillon ist ein eingeschossiger und einräumiger Bau; im Inneren befinden sich einander gegenüberliegende hölzerne Seki, dazwischen ein marmornes Wasserbecken mit Springbrunnenordnung, und die Bodengestaltung fällt durch ihre Mosaikanordnung auf.
Die Tekke wird durch ein Tor mit Bogen und Gewände aus Werkstein betreten; im Garten befinden sich Hazire, Wasserbecken und Brunnenanlage sowie ein Brunnen mit Inschrift aus dem Jahr 1845 (Hidschri 1261).

