Afganiler Derwisch-Tekke

HÖRFASSUNG DES INHALTS:

BAUJAHR:

1792-1793

STANDORT:

Üsküdar, İstanbul

ERBAUER:

Numan Pascha (Gouverneur von Bagdad)

ARCHITEKT:

Unbekannt

Änderungen nach der Errichtung:
  • Die Tekke wurde im 19. Jahrhundert mehrere Male repariert.
  • Nach der Schließung der Tekken und Zaviyen im Jahr 1925 beherbergte sie noch eine Zeit lang afghanische Derwische; anschließend blieb sie verlassen und verfiel.
  • 1942 wurde der größte Teil der Tekke abgebrochen; die Inschrift über dem Haupttor wurde in das Museum für türkische und islamische Kunst gebracht und später in den Amcazade-Hüseyin-Pascha-Komplex versetzt.
  • Bis heute sind die Umfassungsmauer, das Haupttor, der Brunnen, der Hazire, ein Teil der Meşruta und der Selamlık-Pavillon erhalten geblieben.
Hervorstechende Merkmale:
  • Es wurden auch die Bezeichnungen Afghanlılar-Tekke, Afghanisches Kalenderhane und Kalenderhane-Tekke verwendet.
  • Die Tekke steht in Verbindung mit der Naqshbandi-Tradition in der Nähe der Çinili-Moschee; ihr Gründungszweck war die Unterbringung lediger und reisender Derwische aus Afghanistan.
  • Auf dem Posten der Tekke saßen bis zu ihrer Schließung ausschließlich afghanische, unverheiratete Naqshbandi-Sheikhs.
  • In der Anlage wurde ein umfangreiches, auf Beherbergung ausgerichtetes Programm umgesetzt; Mescid-Tevhidhane, Scheich-Meşruta, Derwischzellen, große Küche, Vorratsraum, Taamhane, Selamlık-Pavillon, Brunnen, Wasserbecken und Hazire wurden zusammen konzipiert.
  • Der Selamlık-Pavillon ist ein eingeschossiger und einräumiger Bau; im Inneren befinden sich einander gegenüberliegende hölzerne Seki, dazwischen ein marmornes Wasserbecken mit Springbrunnenordnung, und die Bodengestaltung fällt durch ihre Mosaikanordnung auf.
  • Die Tekke wird durch ein Tor mit Bogen und Gewände aus Werkstein betreten; im Garten befinden sich Hazire, Wasserbecken und Brunnenanlage sowie ein Brunnen mit Inschrift aus dem Jahr 1845 (Hidschri 1261).