Ahmet Dede Moschee
HÖRFASSUNG DES INHALTS:
BAUJAHR:
1732
STANDORT:
Eyüpsultan, İstanbul
ERBAUER:
Scheich Seyyid Tahsin Efendi
ARCHITEKT:
Unbekannt
Änderungen nach der Errichtung:
- Das Bauwerk wurde im Jahr H. 1145 / 1732 errichtet.
- Zu einem späteren Zeitpunkt ließ İshak Efendi eine Minbar einsetzen; das Bauwerk ging von der Funktion eines Mescids in die einer Moschee über.
- In den Tekke-Listen ist für die Jahre H. 1256 und H. 1294 verzeichnet, dass es sich bei dem Ort um ein Grundstück handelte.
- Das Datum der Inschrift über dem Eingangstor ist H. 1304 / 1886; die Toranlage trägt aus dieser Zeit eine deutlich erkennbare Schicht der Reparatur und Erneuerung.
- Das Bauwerk besteht heute weiterhin aus der Verbindung von Mescid, tevhidhane und Gräberfeld; im Mescid befindet sich ein Brunnen.
Hervorstechende Merkmale:
- Das Bauwerk ist auch unter den Namen Hatuniye-Tekke, Hoca-Hüsam-Tekke, Hüsam-Efendi-Tekke, Selim-Efendi-Tekke und Frauen-Tekke bekannt.
- Die Moschee gilt, da sie in osmanischer Zeit als Hatuniye-Tekke eröffnet wurde, als das erste Frauenhaus der Türkiye. Es wird gesagt, dass die Mehrheit der Angehörigen der Tekke Frauen waren und dass diese Einrichtung für alte und mittellose Frauen eine Art Altersheimfunktion erfüllte.
- Das Bauwerk war zugleich eines der Zentren der Waffenschmuggelaktivitäten nach Anatolien in den Jahren, als Istanbul unter Besatzung stand.
- Die Hâtûniye-Tekke leistete im Nationalen Befreiungskrieg in Eyüpsultan wichtige Dienste als Zweigstelle der geheimen Gesellschaft namens „Mim Mim“, die militärische Ausrüstung nach Anatolien verschickte.
- Die Anlage wurde auf einem großen und abschüssigen Gelände errichtet; die Ausbreitung der Baugruppe auf dem Grundstück macht die Tekke-Moschee-Ordnung als Ganzheit von „Garten + Gräberfeld“ lesbar.
- Die Baugruppe hat mehr als ein Tor; die Beziehung der Torschwellen zum Straßenniveau zeigt, dass die städtebaulichen Eingriffe in der Umgebung die Wahrnehmung des Bauwerks unmittelbar beeinflusst haben.
- Das äußere Tor aus H. 1304 / 1886 ist mit einer Inschrift versehen und besitzt Marmorgewände; in der Anordnung der Inschrift steht die Kelime-i Tevhid, und an beiden Seiten befinden sich Reliefs von Mevlevi-Sikkes.
- Das Gräberfeld ist Teil der baulichen Gesamtheit; die Grabsteine und Inschriften im Gräberfeld vergegenständlichen die vielschichtige religiöse und gesellschaftliche Erinnerung, die sich im Umfeld der Tekke gebildet hat.