Änderungen nach dem Bau
Die Tekke war in Zeyrek im Umfeld der nach der Eroberung umgewandelten Baugruppe des Pantokrator-Klosters tätig; in der Zeit Bayezids II. war Scheich Abdullah İlahi hier mit der Irschad beschäftigt.
Das Kloster im Südflügel des Pantokrator-Baukomplexes, mit dessen Bau 1124 begonnen wurde, wurde nach der Eroberung Istanbuls als Medrese genutzt und später von Kazasker Muhyiddin Çelebi in Derwischzellen umgewandelt, damit Scheich Abdullah-ı İlahi, der erste Postnischin der Tekke, und seine Muriden dort unterkommen konnten.
Scheichs aus verschiedenen Tariqah-Kreisen wie der Sofyalı Scheich Bâli Efendi und Scheich Zâkirzâde Abdullah-ı Biçare Efendi waren in dieser Tekke Postnischin.
Die Reihe der Scheichs des 19. Jahrhunderts, die mit Geredeli Semerci İbrahim Efendi begann, setzte sich bis 1925 fort.
Die Nebengebäude der Tekke blieben bis in die 1960er Jahre stehen; in dieser Zeit wurden sie abgebrochen und an ihrer Stelle Gecekondus errichtet.
Das hölzerne Harembinagebäude konnte bis 2012 in ruinösem Zustand erhalten bleiben.
Besondere Merkmale
Auch als Semerci-İbrahim-Efendi-Tekke bekannt.
Da Akşemsettin, der berühmte Lehrer Mehmeds des Eroberers, hier in der Zeit als Medrese für kurze Zeit Unterricht gab, wurde die betreffende Tekke zu seinem Andenken „Akşemsettin-Tekke“ genannt.
Der erste Postnischin der Tekke ist Scheich Abdullah İlahi, der in der Zeyrek-Medrese ausgebildet wurde. Er führte die Naqshbandiyya in das Alltagsleben Istanbuls ein und machte die Tekke sowie die Zeyrek-Moschee zum Zentrum der Naqshbandiyya in Istanbul.
Später ging die Tekke in die Leitung des Khalwati-Ordens über und wurde schließlich nach ihrem letzten Leiter Semerci İbrahim Efendi benannt, der 1831 starb.
Der Bau befindet sich südlich der Molla-Zeyrek-Moschee, auf dem heute als Grundstück bestehenden Areal.
Auf der später angebrachten Inschrift, die an der Wand hängt, steht zusammen mit der Angabe, dass Scheich Akşemseddin sich hier aufgehalten hat, das Datum H. 855 (M. 1451–1452).
Die Tekke wird als eine Zeyrek-Niederlassung bewertet, die mit den frühen Bayrami-Kreisen in Istanbul in Verbindung steht.
Die Akşemseddin-Tekke ist als der Ort bekannt, an dem in Istanbul erstmals mit dem Dhikr des Kalima-i Tawhid begonnen wurde.

