Änderungen nach dem Bau
Das am Bosporusufer als Ergänzungsbau zum Çırağan-Palast errichtete Gebäude wurde in den ersten Perioden als Haremtrakt genutzt.
Laut dem Istanbul-Atlas des Ingenieurs Necip Bey aus dem Jahr 1918 ist es als Wohnsitz von Selahaddin Efendi, dem Sohn Sultan Murads V., verzeichnet.
Das Gebäude, dessen originale Außenfassade und Deckenverzierungen weitgehend erhalten geblieben sind, begann im Jahr 1924 als 21. Schule der Republik mit seinen Unterrichtsaktivitäten.
Im Garten des auf den Bosporus von Istanbul blickenden Gebäudes wurde im Jahr 1995 eine landschaftliche Gestaltung vorgenommen, historische Bäume wurden unter Schutz gestellt und ein Baumaufmaß erstellt.
Der heute als Schulkantine genutzte Raum ist der Ort, an dem Sultan Murad V. nach seiner Absetzung vom Sultanat 28 Jahre lang lebte.
Besondere Merkmale
Die Schule, die seit dem Schuljahr 2005–2006 den Namen Beşiktaş Anatolisches Gymnasium trägt, ist auch als Beşiktaş Gymnasium bekannt.
Das Gebäude des Beşiktaş Anatolischen Gymnasiums, das seit Jahren als Bildungseinrichtung dient und so bis heute erhalten geblieben ist, hat vielen verschiedenen historischen Ereignissen wie dem Çırağan-Überfall, der Verbannung Sultan Abdülaziz’ und der Gefangensetzung Sultan Murads V. beigewohnt.
Hülya Koçyiğit und Gülten Dayıoğlu gehören zu den Absolventinnen dieser Schule.

