Änderungen nach dem Bau
Mit der Denkschrift des Bildungsministeriums vom 10. November 1858 wurde in dem Bauwerk eine Mädchen-Mittelschule eröffnet.
Bei der Umsetzung des Gesetzes Nr. 1057 vom 28. Mai 1927 wurden die Tugra- und Lobinschriftelemente über dem Eingang und dem Brunnen beschädigt.
In den Jahren 1929–1930 nutzte die Staatliche Druckerei das Bauwerk als Druckereischule.
Nach dem Brand des Justizpalastes im Jahr 1932 waren einige Gerichtsabteilungen in dem Gebäude untergebracht.
Das Bauwerk wurde eine Zeit lang als Depot des Ministerpräsidentenarchivs genutzt.
Im Schuljahr 1945/46 wurde es wieder als Grundschule eröffnet; im Schuljahr 1955/56 erhielt es den Namen „Cevrî-Kalfa-Schule“.
In den 1980er Jahren blieb es eine Zeit lang leer; nach 1985 wurde es einer Stiftung zugewiesen.
Im Restaurierungsjahrbuch der Stiftungen ist das Bauwerk als „2010 zugewiesene“ Maßnahme aufgeführt.
Besondere Merkmale
Es gehört unter den Sıbyan-Schulen in Istanbul zu den größten Beispielen hinsichtlich des Bauvolumens.
Das Bauwerk ist im türkischen Empire-Stil errichtet; in der Fassaden- und Grundrissordnung sind westliche Einflüsse deutlich erkennbar.
Die gereimte Inschrift, die von Keçecizâde İzzet Molla verfasst wurde, trägt das Datum 1235 (1819–20).
Die Baumasse ist in einer Dreiblöckigkeit angelegt; das Bauwerk besitzt eine zweigeschossige und vielräumige Ordnung.
Das Bauwerk befindet sich am Anfang des Sultanahmet-Platzes–Divanyolu, gegenüber der Fîruz-Ağa-Moschee.

