Çoban Çavuş Moschee

HÖRFASSUNG DES INHALTS:

BAUJAHR:

17. Jahrhundert

STANDORT:

Fatih, İstanbul

ERBAUER:

Oberfeldwebel Süleyman Agha

ARCHITEKT:

Unbekannt

Änderungen nach der Errichtung:
  • Die Çoban-Çavuş-Moschee wurde nach historischen Quellen im 17. Jahrhundert von Çavuşbaşı Süleyman Ağa errichtet; dieser Titel steht in Verbindung mit der osmanischen militärisch-finanziellen Organisation der Epoche.
  • Das Erdbeben des 19. Jahrhunderts und andere Einflüsse verursachten Schäden an der Moschee, und das Bauwerk wurde instand gesetzt.
  • Im Jahr 1937 wurden im Rahmen des Plans zur Verbreiterung der Koca-Ragıp-Pascha-Straße einige Teile der Moschee abgebrochen; da der Eingriff unvollständig blieb, verfiel das Bauwerk zur Ruine.
  • 1959 wurden auch die verbliebenen Teile vollständig abgebrochen, und das Bauwerk blieb lange Zeit als leeres Grundstück bestehen.
  • In den 2000er Jahren wurden mit Unterstützung der Bevölkerung und mit Beiträgen von Institutionen Wiederaufbauarbeiten begonnen; die Moschee wurde 2002 fertiggestellt und für den Gottesdienst geöffnet.
Hervorstechende Merkmale:
  • Die Çoban-Çavuş-Moschee ist eines der osmanischen Gebetshäuser aus dem 17. Jahrhundert in der Umgebung des Viertels Mimar Kemalettin in Fatih.
  • Das Bauwerk wurde ursprünglich mit einem rechteckigen Grundriss, einem Holzdach und einer Ziegeldeckung errichtet; diese Eigenschaft stellt ein typologisches Beispiel dar, das im städtischen Raum nur selten vorkommt.
  • In der Umgebung der Moschee befanden sich einst eine Medrese, ein Brunnen und ein großes Hazire (Gräberfeld); diese Elemente spiegeln die gesellschaftlich-religiösen Funktionen des Bauwerks in der klassischen Epoche wider.
  • Dass sich um den Hof eine 1 Meter hohe, geschnitzte Marmermauer befand, und die Marmordetails stellen eine regionale Ausprägung der traditionellen osmanischen Steinmetzkunst dar.
  • Die 2002 wiedererrichtete Moschee ist ein aktives Bauwerk, das ihre historische Identität mit der heutigen Gebetspraxis verbindet und ihre Kontinuität im Kontext des Viertels fortsetzt.