Änderungen nach dem Bau
Aus osmanischen Stiftungs- und Inventarverzeichnissen geht hervor, dass die El Hac Mehmed Emin Efendi Moschee im 18. Jahrhundert von El Hac Mehmed Emin Efendi errichtet wurde.
Das Bauwerk war seit seiner Gründung Teil der Scheich-Matrak-Tekke; im Rahmen der Verbindung von Tekke und Moschee diente es sowohl dem Gottesdienst als auch den sufitischen Aktivitäten.
Es ist bekannt, dass das Bauwerk infolge der im 19. Jahrhundert in Istanbul auftretenden Brände und Erdbeben beschädigt wurde und in dieser Zeit instand gesetzt wurde; die Unterlagen zu den Einzelheiten dieser Instandsetzungen sind jedoch begrenzt.
Mit der Schließung der Tekken im Jahr 1925 endete die Tekke-Funktion des Bauwerks, und die Moschee bestand als Gebetsraum weiter.
Infolge der Bautätigkeiten in der Republikzeit veränderte sich die unmittelbare Umgebung des Bauwerks; heute befindet sich die Moschee in einem dichten städtischen Gefüge.
Besondere Merkmale
Die El Hac Mehmed Emin Efendi Moschee gehört zu den kleinmaßstäblichen Nachbarschaftsmoscheen in der Umgebung von Süleymaniye, die in osmanischer Zeit zusammen mit einer Tekke errichtet wurden.
Dass sie auch als „Scheich-Matrak-Tekke“ bezeichnet wird, ist insofern wichtig, als dies die direkte Beziehung des Bauwerks zum sufischen Leben und seine auf die Tekke ausgerichtete religiöse Funktion zeigt.
Mit ihrer schlichten Architektur und ihrem kleinen Maßstab spiegelt das Bauwerk das klassische osmanische Moscheeverständnis wider, das die Funktionalität anstelle von Schmuck in den Vordergrund stellt.
Aufgrund ihrer Lage ist sie als Teil der historischen Bebauung im Umfeld der Süleymaniye-Kulliye ein Gebetsort, der zur religiösen und sozialen Kontinuität der Gegend beiträgt.
Heute setzt die Moschee ihre Gebetsfunktion fort und ist zugleich ein Bauwerk mit hohem Repräsentationswert, das hilft, die Beziehung zwischen Tekke und Moschee in der Umgebung von Süleymaniye zu verstehen.

