Ahmed Nazif Pascha

Profilübersicht

Geburt/Tod1841 / 1906
FunktionFinanzminister
Nummer des Gräberhofs11
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Ahmed Nazif Pascha wurde 1841 in Istanbul geboren. Nachdem er seine Lehrbefugnis (İcazet) aus den Moscheevorlesungen erhalten hatte, lernte er im Privatunterricht Französisch und trat in den Dienst des Finanzwesens ein.

  • Ahmed Nazif Pascha verbrachte seine gesamte berufliche Laufbahn in der Finanzverwaltung und bekleidete dreimal das Amt des Finanzministers (Maliye Nazırı). Er verblieb insgesamt siebeneinhalb Jahre auf diesem Posten und wurde damit zum am längsten amtierenden Finanzminister in der Epoche von den Tanzimat-Reformen bis zur Gründung der Republik.

  • Der Name von Ahmed Nazif Pascha, der der Vânîzâde-Familie angehörte, taucht auch in der Geschichte darüber auf, wie das berühmte Werk Dîvânü Lugâti’t-Türk die moderne wissenschaftliche Welt erreichte. Berichten zufolge befand sich dieses äußerst wertvolle Manuskript eine Zeit lang im Besitz von Ahmed Nazif Pascha. Später wurde es von einer Dame aus seiner Familie zu einem Antiquar (Sahaf) gebracht, dort von Ali Emîrî Efendi gekauft und so der Wissenschaft zugänglich gemacht.

  • Ahmed Nazif Pascha verstarb am 11. Zilkade 1323 (7. Januar 1906 n. Chr.), während er zum dritten Mal das Amt des Finanzministers innehatte, und wurde auf dem Gräberhof der Fatih-Moschee (Fatih Camii Haziresi) beigesetzt.

Inschrift

„Alles, was auf Erden ist, wird vergehen.“ (Sure ar-Rahman, Vers 26)

Eine Fatiha für die Seele von Ahmed Nazif Pascha, einem der osmanischen Minister, welcher verstarb, während er zum dritten Mal das Amt des Finanzministers bekleidete, und der die Barmherzigkeit sowie Vergebung Allahs erlangte. 7. Januar 1906. Geschrieben von (dem Kalligraphen) Hulusi (Efendi).

„Er [Gott] ist der Ewige.“

Durch seine Tugend und Rechtschaffenheit war er allen ein Vorbild und wählte so die höchste Stufe der Ehrenleiter zu seinem Rang. Wenn Aufrichtigkeit und Ehrbarkeit eine Gestalt annehmen könnten, so wäre daraus das Ebenbild von Nazif Pascha entstanden. Auf der einen Seite das Recht des Staates, auf der anderen Seite das Recht der Diener Gottes – in seinem Handeln fand jeder stets, was ihm rechtmäßig zustand. Als die Nachricht seines Todes laut wurde, brach die Welt der Edlen in Klagen aus. Die Schreibfeder geriet in helle Begeisterung und hielt das historische Chronogramm [Tarih] wie folgt fest: „Nazif Pascha weilt nun für immer in der Gegenwart des Herrn.“

Das Jahr 1906.

Eine Fatiha für seine/ihre Seele