Ali Galib Bey

Profilübersicht

Geburt/Tod1849 / 1919
FunktionDiplomat
EigenschaftEnkel von Mustafa Reşid Pascha
Nummer des Gräberhofs241
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Ali Galib Bey wurde 1849 geboren und war ein Enkel des großen Staatsmannes Mustafa Reşid Paşa, einer der bedeutendsten Persönlichkeiten der Tanzimat-Zeit. Mustafa Reşid Paşa stand als Botschafter in Paris und London, als Außenminister sowie als Großwesir im Zentrum der osmanischen Reformpolitik. Auch seine Familie nahm im 19. Jahrhundert eine herausragende Stellung innerhalb des osmanischen diplomatischen und bürokratischen Umfelds ein.

  • Ali Galib Bey machte Karriere im osmanischen Auswärtigen Dienst und übernahm während der Regierungszeit von Sultan Abdülhamid II. wichtige diplomatische Vertretungen in Europa und Iran. Er war von 1891 bis 1892 Botschafter in Athen, von 1893 bis 1895 in Teheran, von 1895 bis 1896 in Wien und von 1896 bis 1897 in Berlin. Besonders seine Korrespondenz mit der osmanischen Regierung während seiner Zeit als Botschafter in Teheran wurde in der Forschung im Zusammenhang mit den osmanisch-iranischen Beziehungen eingehend untersucht.

  • Während seiner Berliner Amtszeit kam es wegen Streitigkeiten über Botschaftsgehälter und Schulden zu Problemen, woraufhin er nach Istanbul zurückgerufen und seines Amtes enthoben wurde. Nach der Zweiten Verfassungsperiode trat er erneut in den Staatsdienst ein. Im Jahr 1908 wurde er Mitglied des Senats (*Meclis-i Âyan*), bekleidete kurzzeitig das Amt des Ministers für Post und Telegraphie und war anschließend Gouverneur der Provinz Aydın.

  • Ali Galib Bey leitete außerdem die *Tedkik-i Evrak Komisyonu* (Kommission zur Prüfung von Dokumenten), die nach der Zweiten Verfassungsperiode zur Sichtung der Yıldız-Archive eingerichtet wurde. Diese Kommission war für die Trennung, Ordnung und Klassifizierung von Akten, Alben, Büchern und Denunziationsberichten zuständig, die vom Yıldız-Palast in das Kriegsministerium überführt worden waren. Dadurch ist sein Name auch mit den frühen Bemühungen um die Archivordnung und Archivgeschichte des Osmanischen Reiches verbunden.

  • Ali Galib Bey verstarb im Jahr 1919 und wurde im Familienmausoleum von Mustafa Reşid Paşa auf dem Friedhof (Hazire) der Fatih-Moschee beigesetzt. Das auf dem Grabstein vermerkte Datum 12. Rebiülevvel 1346 (9. September 1927) bezeichnet das Datum der Grabinschrift und nicht sein Todesdatum.

Inschrift

Es gibt keinen Gott außer Allah, und Muhammad ist der Gesandte Allahs. Dieses Grab gehört Ali Galib Bey, Enkel des verstorbenen früheren Großwesirs Mustafa Reşid Paşa. 9. September 1927.

Eine Fatiha für seine/ihre Seele