Ayşe Nihal Hanım

Profilübersicht

Geburt/Todunbekannt / 1912
EigenschaftTochter von Hasan Sırrı Bey, Generaldirektor der Zollverwaltung / ältere Schwester von Nahid Sırrı Örik
Nummer des Gräberhofs286
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Geburtsdatum unbekannt. Ayşe Nihal Hanım war die Tochter von Hasan Sırrı Bey, dem Generaldirektor der Rüsûmât-Verwaltung. Hasan Sırrı Bey war Absolvent der Mülkiye-Schule und gehörte zu den bedeutenden Bürokraten und Autoren der späten osmanischen Zeit. Er war als Übersetzer im Yıldız-Palast tätig, bekleidete Ämter im Umfeld des Mâbeyn-i Hümâyun und des Şûrâ-yı Devlet, wirkte in der Rüsûmât-Verwaltung und unterrichtete an der Mekteb-i Hukuk. Darüber hinaus nahm er durch seine Übersetzungen von Shakespeares Werken *Der Kaufmann von Venedig* und *Die Komödie der Irrungen* (*Sehv-i Mudhik*) einen festen Platz in der türkischen Literaturgeschichte ein.

  • Ayşe Nihal Hanım war die ältere Schwester des bedeutenden Schriftstellers der Republikzeit Nahid Sırrı Örik. In den Familienerinnerungen Nahid Sırrı Öriks erscheint der frühe Tod seiner Schwester, die jung heiratete und kurze Zeit später verstarb, als eines der einschneidenden familiären Ereignisse, das seine Kindheit und Jugend nachhaltig prägte.

  • Ayşe Nihal Hanım heiratete Osman Nuri Bey. Bereits anderthalb Monate nach ihrer Hochzeit erkrankte sie jedoch schwer und verstarb in jungen Jahren. Die auf ihrem Grabstein angebrachte Elegie (Mersiye) spiegelt die tiefe Trauer wider, die ihr Tod bei ihrer Familie und ihrem näheren Umfeld auslöste.

  • Ayşe Nihal Hanım verstarb im Monat Rebiülâhir 1330 (1912 n. Chr.) und wurde in der Hazire der Fatih-Moschee beigesetzt.

Inschrift

Besucher! Ayşe Nihal Hanım, Tochter von Sırrı Bey, Generaldirektor der Steuern, hier bestattet und Ehefrau von Osman Nuri Bey, konnte von der unheilbaren Krankheit, die sie ergriff, nicht genesen und ging, noch ein junger Sprössling im Garten der Feinheit und Anmut, anderthalb Monate nach ihrer Hochzeit in den Garten des Paradieses. Der Tod dieser jungen Dame, die von schönem Charakter, großzügig, mitfühlend und in jeder Hinsicht von feiner Bildung und Ehre war, würde Tränen aus Blut bis zum Tag der Auferstehung rechtfertigen. Möge ihre Wohnstatt das Paradies sein und möge sie die Fürsprache des Propheten erlangen. Erfreue ihre Seele mit einer Fatiha. Vergiss nicht: „Jede Seele wird den Tod kosten.“ (Ankabut 57) 2. April 1913.

Eine Fatiha für seine/ihre Seele