Fethullah Efendi

Profilübersicht

Geburt/Tod1842 / 1917
FunktionGelehrter / Islamischer Rechtsgelehrter von Siroz (Serres)
EigenschaftSayyid
Nummer des Gräberhofs175
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Fethullah Fehmi Efendi wurde in Siroz geboren, das heute innerhalb der Grenzen Griechenlands liegt, und gehörte der angesehenen Gelehrtenfamilie Müftüzâdeler von Siroz an. Sein Vater, es-Seyyid Mehmed Hilmi Efendi, war ebenfalls Islamischer Rechtsgelehrter von Siroz. Innerhalb der Familie entwickelte sich das Islamischer Rechtsgelehrteramt zu einer über Generationen fortgeführten Tradition: von Mehmed Hilmi Efendi über Fethullah Fehmi Efendi bis hin zu dessen Sohn İsameddin Efendi.

  • Fethullah Fehmi Efendi war viele Jahre als Islamischer Rechtsgelehrter von Siroz tätig. Zu seinen wissenschaftlichen Werken zählen *Dekâiku’t-Tibyân*, *Keşfü’l-Arûz* und *Tercîhu’l-Beyyinât*. Insbesondere *Tercîhu’l-Beyyinât* gilt als Ergebnis seiner langjährigen Tätigkeit als Verfasser von Rechtsgutachten und als Islamischer Rechtsgelehrter. Das Werk stellt eine umfassende Sammlung dar, in der türkischsprachige Fatwas zusammen mit ihren arabischen Quellen wiedergegeben werden.

  • Sein Vater Mehmed Hilmi Efendi stiftete im Jahr 1862 seine Bücher als Familienwaqf, damit sie von seinen Kindern und den Gelehrten der Familie bewahrt würden. Fethullah Fehmi Efendi setzte diese Tradition fort und stiftete seine eigene Bibliothek im Jahr 1889 ebenfalls als Waqf. Aufgrund der politischen Unruhen auf dem Balkan wurde diese Familiensammlung 1911 nach Istanbul gebracht und später von seinen Enkeln der Süleymaniye-Bibliothek übergeben.

  • Die Familienlinie setzte sich auch in der Zeit der Republik fort. Sein Sohn İsameddin Efendi wird als letzter Islamischer Rechtsgelehrter von Siroz bezeichnet. Sein anderer Sohn, Mehmed Esad Serezli, war als Medreseninspektor, Pädagoge und Schriftsteller bekannt. In seinen Erinnerungen über die Moscheen, Schulen, Medresen, Mausoleen, Tekken und das Stadtviertelleben von Serez hielt er das osmanische kulturelle Gedächtnis der Stadt fest.

  • Fethullah Fehmi Efendi wanderte im Monat Şaban 1329 (Sommer 1911) nach Istanbul aus. Er verstarb im Monat Cemâziyelevvel 1335 (1917 n. Chr.) und wurde auf dem Gräberhof (Hazire) der Fatih-Moschee beigesetzt. Sein Sohn Mehmed Esad Serezli verstarb 1963 und wurde neben dem Grab seines Vaters bestattet.

Inschrift

Er ist der Schöpfer, der Ewige. Eine Fatiha für die Seelen des verstorbenen Mufti Mehmed Hilmi Efendi und seines Sohnes, des verstorbenen Seyyid Fethullah Efendi, Mufti von Siroz. Geburt: Dezember 1841 / Tod: Februar 1917 / Auswanderung: Juli 1911.

Eine Fatiha für seine/ihre Seele