Mustafa Nuri Paşa
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Mustafa Nuri Pascha wurde 1848 geboren und gehörte zu den osmanischen Militärs der Spätzeit mit Wurzeln in Ioannina (Yanya). Er stammte von Demirhan ab, einem Kommandeur, der aus der Region Niğde stammte, an der Eroberung Albaniens teilgenommen hatte und sich anschließend in Ioannina und Tepedelen niederließ.
Während der Regierungszeit Sultan Abdülaziz’ kam er nach Istanbul und stieg bis zum Rang eines Ferik (Generalleutnant) auf. Er war Mitglied der Muhâkemât-Abteilung des Makam-ı Vâlâ-yı Seraskerî. Das Makam-ı Vâlâ-yı Seraskerî war die zentrale Verwaltungsbehörde des osmanischen Heeres und entspricht in etwa dem heutigen Generalstab. Die Muhâkemât-Abteilung war innerhalb dieser Organisation für militärische Gerichts- und Untersuchungsangelegenheiten zuständig.
Als Adjutant Sultan Abdülaziz’ begleitete er den Herrscher auf dessen Reisen nach Frankreich und England. Nach dem Tod des Sultans wurde er nach Rumelien entsandt. Nach seiner Rückkehr nach Istanbul wurde er Erster Adjutant des Plewna-Helden Gazi Osman Pascha.
Yanyalı Ferik Mustafa Nuri Pascha hinterließ auch in den Musikerkreisen Istanbuls bleibende Spuren. Er bewunderte die Kunst des Tanbur-Spielers Tanbûrî Cemil Bey, nahm ihn unter seinen Schutz und unterstützte ihn. Sein Sohn Mahmud / Pertev Demirhan berichtet in seinen Erinnerungen von der engen Verbindung der Familie zu den Musik- und Sufi-Kreisen rund um die Mevlevîhânes von Yenikapı und Bahariye.
Yanyalı Ferik Mustafa Nuri Pascha verstarb am 29. Zilhicce 1321 (17. März 1904) und wurde auf dem Gräberhof (Hazire) der Fatih-Moschee am Fußende des Mausoleums von Gazi Osman Pascha beigesetzt.

Inschrift
Er, Allah, ist barmherzig. Generalleutnant Mustafa Nuri Paşa aus Ioannina, Mitglied der Gerichtsabteilung des Generalstabs und Präsident der Militärischen Einziehungskommission. Möge Allahs Barmherzigkeit reichlich auf ihm ruhen. 17. März 1904.
Besucher! Für diese Person gab es in der Welt nichts als Güte von Allah. Jede Minute seines irdischen Lebens, das ein Mittel war, seiner gottliebenden Seele Dienerschaft zu zeigen, war mit Adel und Großzügigkeit geschmückt. Liebe zum Propheten, Wohltätigkeit und Menschlichkeit waren die Knospe seines Herzens und Wesens. Ach, sein Herz – der mit Edelsteinen geschmückte Altar der Tugenden – verließ das Selbst und gelangte zu Allah. Als Gegenleistung für sein Mitgefühl mit allen Geschöpfen bittet er nun von dir nur um das Geschenk der Barmherzigkeit: eine Fatiha. Um Allahs willen Fatiha.
Eine Fatiha für seine/ihre Seele