Mehmed Said Efendi
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Gürcü el-Hac Hâfız Mehmed Said Efendi wurde 1851 in Batum als Sohn von Ahmed Şâkir Efendi geboren. Seine erste Ausbildung erhielt er von seinem Vater. Im Jahr 1873 kam er nach Istanbul, um seine Medrese-Ausbildung fortzusetzen. 1883 schloss er seine Studien im Umfeld der Fatih-Moschee ab und erhielt die Icâzet (Lehrbefugnis).
Mehmed Said Efendi gehörte zu den Dersiâms der Fatih-Moschee und zählte zu den Gelehrten, die selbst zur Erteilung von Icâzets berechtigt waren. Die Bezeichnung „Üstadü’l-küll“ („Lehrer aller“) wurde verwendet, um seinen großen Schülerkreis und seine hohe wissenschaftliche Autorität hervorzuheben. Er leitete einen eigenen Lehrkreis in der Fatih-Moschee und war nicht nur in den klassischen Medrese-Wissenschaften tätig, sondern lehrte auch an modernen Hochschulinstitutionen wie dem Dârülfünûn.
Im Jahr 1903 wurde er zum Lehrer für Koranexegese (Tefsir) an der Abteilung Ulûm-ı Âliye-i Dîniyye des Dârülfünûn ernannt. Diese Einrichtung für Höhere Religiöse Wissenschaften stellt ein bemerkenswertes Beispiel für die Verbindung zwischen der traditionellen Medrese-Ausbildung und der modernen osmanischen Hochschulbildung in der Spätzeit des Reiches dar.
Darüber hinaus war Mehmed Said Efendi Mitglied des Bâb-ı Fetvâ Tedkîk-i Müellefât. Diese Institution gehörte zu den Gremien des Şeyhülislâmlık und war für die Prüfung religiöser Schriften vor ihrer Veröffentlichung zuständig. Ihre Aufgabe bestand darin, Inhalt und Eignung solcher Werke zu beurteilen.
Gürcü el-Hac Hâfız Mehmed Said Efendi verstarb am Montag, dem 1. Zilhicce 1330 (11. November 1912), und wurde in der Hazire der Fatih-Moschee beigesetzt.

Inschrift
Hû. Eine Fatiha für die Seele des Meisters Gürcü Hacı Hafız Mehmed Said Efendi, eines der zur Erteilung von Ijazet-Diplomen befugten Fatih-Dersiâms und Mitglieds der Kommission zur Prüfung religiöser Veröffentlichungen. Montag, 11. November 1912.
Eine Fatiha für seine/ihre Seele