Mehmed Efendi

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Geburt/Todunbekannt / 1785
EigenschaftSohn des Zolloberaufsehers Muğlavî el-Hac Ömer Ağa
Nummer des Gräberhofs256
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Mehmed Efendi, dessen Geburtsdatum nicht festgestellt werden konnte, war der Sohn von Muğlavî el-Hac Ömer Ağa, der in den Quellen mit dem Titel „Gümrük Çorbacısı“ bezeichnet wird.

  • Besonders bemerkenswert ist diese Amtsbezeichnung seines Vaters. Der Titel *Çorbacı* wurde im Osmanischen Reich für Kommandeure von Kompanien oder Einheiten der Janitscharen- und Acemi-Korps verwendet. Diese Offiziere erfüllten nicht nur militärische Aufgaben innerhalb ihres Korps, sondern konnten auch mit Verwaltungs- und Aufsichtsfunktionen betraut werden. Zu diesen Tätigkeiten gehörten unter anderem Zoll- und Kontrollaufgaben im Bereich des Istanbuler Hafens, insbesondere bei den Zollstationen rund um den Yemiş İskelesi und den Çardak-Kontrollposten. Die Bezeichnung „Gümrük Çorbacısı“ weist daher auf eine Verbindung zur militärisch-administrativen Organisation des Staates hin.

  • Die Beisetzung Mehmed Efendis auf dem Friedhof (Hazire) der Fatih-Moschee im Jahr 1785 besitzt zudem besondere historische Bedeutung. Die Fatih-Hazire begann sich in ihrer heutigen Form erst nach etwa 1780 herauszubilden. In dieser frühen Phase waren Bestattungen dort vor allem Angehörigen des Hofes sowie Personen vorbehalten, die aufgrund ihrer Stellung oder durch besondere Genehmigungen Zugang zu diesem prestigeträchtigen Begräbnisort erhielten.

  • Dass Mehmed Efendi bereits zu dieser frühen Zeit dort bestattet wurde, deutet darauf hin, dass seine Familie nicht dem gewöhnlichen städtischen Milieu angehörte, sondern vielmehr zu den militärischen und administrativen Eliten des Osmanischen Reiches zählte.

  • Über seinen eigenen Beruf oder sein persönliches Wirken sind keine gesonderten Quellen bekannt. Mehmed Efendi verstarb im Jahr 1785 und wurde auf dem Friedhof der Fatih-Moschee in Istanbul beigesetzt.

Inschrift

Eine Fatiha für die Seele von Mehmed Efendi, Sohn des Zoll-Çorbacı Muğlalı el-Hac Ömer Ağa, möge seine Wohnstatt das Paradies sein. 1785.

Eine Fatiha für seine/ihre Seele