Necib Paşa
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Ahmed Necib Paşa wurde um 1855 in Istanbul geboren. Er war der Sohn von Abdurrahman Sâmî Paşa, einem bedeutenden Staatsmann der Tanzimat-Zeit. Sâmî Paşa bekleidete das Amt des ersten Bildungsministers (*Maârif Nâzırı*) des Osmanischen Reiches. Sein Konak entwickelte sich zu einem wichtigen Treffpunkt für Gelehrte, Literaten und Angehörige des Hofes.
Necib Paşa heiratete Mediha Sultan, eine Tochter von Sultan Abdülmecid, und wurde dadurch ein Mitglied der osmanischen Dynastie durch Heirat. Der Titel *Damad-ı Şehriyârî* („kaiserlicher Schwiegersohn“) wurde für Staatsmänner verwendet, die eine Prinzessin des Herrscherhauses heirateten. Die Ehe Mediha Sultans mit Necib Paşa gilt als eines der Beispiele für eine Hofheirat, bei der persönliche Neigung eine ungewöhnlich große Rolle spielte.
In den ersten Regierungsjahren Sultan Abdülhamids II. geriet Necib Paşa nach dem sogenannten Çırağan Vakası von 1878 vorübergehend unter Verdacht. Dieser gescheiterte Versuch unter Führung von Ali Suavi sollte Sultan Murad V. wieder auf den Thron bringen und löste am Hof erhebliche Sicherheitsbedenken aus. In diesem Zusammenhang wurde Necib Paşa zeitweise als Sekretär an die osmanische Botschaft in Paris versetzt.
Nachdem die gegen ihn gerichteten Verdächtigungen ausgeräumt worden waren, kehrte er nach Istanbul zurück, heiratete Mediha Sultan und wurde mit dem Wesirsrang zum Mitglied des Şûrâ-yı Devlet ernannt.
Aus der Ehe mit Mediha Sultan ging ihr Sohn Abdurrahman Sâmî Bey hervor. Das Leben Ahmed Necib Paşas war jedoch nur von kurzer Dauer. Er erkrankte in jungen Jahren an Typhus und verstarb 1885. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Friedhof (Hazire) der Fatih-Moschee in Istanbul.

Inschrift
Die vier Kalifen stiegen vom Himmel herab und sprachen das Todesdatum: „Ein sehr erhabener Rang wurde zur Wohnstatt von Necib Paşa.“ Schwiegersohn des Sultans. 1884.
Eine Fatiha für seine/ihre Seele