Seyyid Ahmed Hilmi Efendi
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Ahmed Hilmi Efendi aus Kastamonu begann seine berufliche Laufbahn als Lehrer der Kinder des Heeresrichters (Militärrichter) Zeynelâbidin Efendi; im Jahr 1859 wurde er Richter (Islamischer Geistlicher) von Galata und 1866 von Sofia. Im Anschluss erlangte er den Ehrentitel (Pâye) eines Richters von Mekka [„Mekke-i Mükerreme Pâyesi“] und stieg in der Gelehrtenhierarchie weiter auf.
Im Jahr 1868 wurde Ahmed Hilmi Efendi als Mitglied in den Hohen Justizrat (Dîvân-ı Ahkâm-ı Adliyye) berufen und erwarb kurz darauf den Ehrentitel eines Richters von Istanbul. Nachdem er 1875 zum Präsidenten des Kassationshofes [Mahkeme-i Temyiz Reisi] ernannt worden war, wurde ihm der Ehrentitel des Heeresrichters von Anatolien [Anadolu Militärrichterliği Pâyesi] verliehen.
Bekannt für sein profundes Wissen auf dem Gebiet der islamischen Rechtswissenschaft (Islamische Rechtswissenschaft), wirkte Ahmed Hilmi Efendi an der Ausarbeitung der Mecelle-i Ahkâm-ı Adliyye mit – einem der bedeutendsten Gesetzestexte der osmanischen Rechtsgeschichte. Es wird überliefert, dass die Mecelle-Kommission in hohem Maße von seiner juristischen Expertise profitierte und auch Ahmed Cevdet Pascha selbst ihn mit großem Lob bedachte.
Ahmed Hilmi Efendi, der auf seiner Grabinschrift im Kreis der „Literaten und Rechtsgelehrten seiner Epoche“ [Üdebâ ve Fukahâ-yı Zaman] gedacht wird, war bekanntermaßen ein Angehöriger des Nakşibendiyye-Sufiordens.
Er verstarb am 6. Zilhicce 1305 (14. August 1888 n. Chr.) und wurde auf dem Gräberhof der Fatih-Moschee (Fatih Camii Haziresi) beigesetzt.

Inschrift
„Alles, was auf Erden ist, wird vergehen.“ (Koran, Sure ar-Rahman, Vers 26)
„Eine Fatiha für das Wohlgefallen Gottes und zu Ehren des Propheten für die Seele des Hüters des Korans [Hafız], des Kastamonuer Seyyid Ahmed Hilmi Efendi – welcher die Barmherzigkeit und Vergebung Gottes erlangt hat, ein treuer Anhänger des Nakşibendi-Sufiordens war und zu den führenden Gelehrten der Literatur [Üdebâ] und des islamischen Rechts [Fukahâ] sowie zu den rechtschaffenen, gütigen Spitzenbeamten [Büyük Başbakanlardan / Militärrichter-Ratsmitgliedern] seiner Epoche gehörte – sowie für die Seelen aller Gläubigen. 14. August 1888.“
Eine Fatiha für seine/ihre Seele