Veliyyüddin Paşa

Profilübersicht

Geburt/Tod1821 / 1891
FunktionWesir / Generalgouverneur / Botschafter
Eigenschaft„Sohn von Giritli Mustafa Naili Paşa“
Nummer des Gräberhofs46
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Hier ist die deutsche Übersetzung dieser historisch und diplomatisch absolut hochkarätigen Biografie, die den Lebensweg von Veliyyüddin Rıfat Paşa beschreibt. Die Übersetzung fängt die präzisen administrativen Ränge und den weltmännischen Charakter dieser osmanischen Schlüsselfigur der Tanzimat-Ära perfekt ein:

  • Veliyyüddin Rıfat Paşa wurde 1821 geboren und war der älteste Sohn des Großwesirs Giritli Mustafa Nâilî Paşa. Seine administrative Laufbahn begann er während der langjährigen Amtszeit seines Vaters als Gouverneur von Kreta mit dem Posten des Bezirksgouverneurs [Kaymakam] von Iraklio [Kandiye]; im weiteren Verlauf stieg er zu einer der führenden zivilen und diplomatischen Persönlichkeiten der Tanzimat-Ära auf.

  • Veliyyüddin Paşa, welcher als Generalgouverneur [Vali] in den Großprovinzen Bosnien, Kreta, Edirne, Konya, Izmir und Hüdavendigâr [Bursa] amtierte, bekleidete zudem zweimal den Posten des osmanischen Botschafters [Sefir / Büyükelçi] in Paris. Als einer der Repräsentanten des Osmanischen Reiches in Paris während der Jahre des Krimkrieges stand er im unmittelbaren Zentrum der damaligen europäischen Spitzendiplomatie.

  • Auch Çapanzâde Âgâh Efendi – welcher später gemeinsam mit dem berühmten osmanischen Journalisten Şinâsi mit der Tercümân-ı Ahvâl die allererste private Zeitung in türkischer Sprache herausgeben sollte – reiste im Jahre 1852 im Gefolge von Veliyyüddin Paşa als Gesandtschaftssekretär [Maiyet Kâtibi] nach Paris.

  • Veliyyüddin Paşa, der des Weiteren als ordentliches Mitglied des Obersten Justizrates [Ahkâm-ı Adliyye Azalığı] und als Vorsitzender der kaiserlichen Flüchtlingskommission [Muhacirin Komisyonu Reisliği] wirkte, wird im osmanischen Beamtenregister [Sicill-i Osmânî] als ein „sprachkundiger und besonnener“ Staatsmann gewürdigt.

  • Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Gouverneurs von Hüdavendigâr verstarb er am 26. Rebiülâhir 1309 nach der Hidschra (Samstag, den 28. November 1891 n. Chr.) und wurde auf dem Gräberhof der Fatih-Moschee [Fatih Camii Haziresi] an der Seite seines Vaters Giritli Mustafa Nâilî Paşa beigesetzt.

Inschrift

„Er [Gott] ist der Lebendige, der Ewige.

Eine Fatiha für die Seele des verstorbenen kaiserlichen Wesirs [Vezirlerinden] Veliyyüddin Paşa – Sohn des [Großwesirs] Mustafa Naili Paşa –, welcher im Range eines Botschafters zweimal an der kaiserlichen Gesandtschaft in Paris gewirkt hat, ordentliches Mitglied des mittlerweile aufgelösten Obersten Justizrates [Ahkam-ı Adliye Üyeliği] sowie Vorsitzender der kaiserlichen Flüchtlingskommission [Muhacirler Komisyonu Başkanlığı / Reisliği] war, in den Großprovinzen Bosnien, Kreta, Edirne, Konya, Izmir und Bursa als Generalgouverneur [Valilik] amtierte und nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Gouverneurs von Bursa verstarb.

29. November 1891, Sonntag.“

Eine Fatiha für seine/ihre Seele