Ahmed Hamdi Efendi

Profilübersicht

Geburt/Tod1848 / 1912
FunktionProfessor für öffentliche Vorlesung der Beyazıt-Moschee / Vortragender der Huzur-Lektionen / Abgeordneter von Canik
Nummer des Gräberhofs318
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Ahmed Hamdi Efendi wurde 1848 im Dorf Biçme im Landkreis Çarşamba bei Samsun geboren. Er war der Sohn des Dorflehrers Mustafa Efendi. Die Nisbe „Çeharşenbevî“ weist auf seine Herkunft aus Çarşamba hin. Nach seiner ersten Ausbildung im Heimatdorf studierte er an der Süleyman-Paşa-Medrese in Çarşamba und anschließend in Amasya, wo er Arabisch sowie religiöse Wissenschaften erlernte.

  • Im Jahr 1288 nach der Hidschra kam er nach Istanbul. Dort studierte er bei angesehenen Gelehrten seiner Zeit und erhielt schließlich die Icâzet (Lehrbefugnis) von Kayserili Hacı Derviş Efendi. 1295 bestand er die Ruûs-Prüfung und begann, in der Beyazıt-Moschee Unterricht zu erteilen. Der Titel Dersiâm wurde Gelehrten verliehen, die befugt waren, in den großen Moscheen öffentlich Unterricht für Studenten und die Allgemeinheit abzuhalten.

  • Ahmed Hamdi Efendi bildete während seiner langen Lehrtätigkeit zahlreiche Schüler aus. Die auf seinem Grabstein verwendete Bezeichnung „Üstâd-ı Küll“ („Lehrer aller“) zeigt, dass er nicht nur als Moscheelehrer, sondern als weithin anerkannte wissenschaftliche Autorität und bedeutender Gelehrter in Erinnerung geblieben ist.

  • Er nahm zunächst als Muhatap und später als Mukarrir an den Huzur-Dersleri teil. Die Huzur-Dersleri waren Koranexegese-Unterrichtsstunden, die während des Ramadan in Anwesenheit des Sultans abgehalten wurden. Der Mukarrir war der Gelehrte, der die Auslegung vortrug, während der Muhatap an der wissenschaftlichen Diskussion teilnahm.

  • Ahmed Hamdi Efendi war außerdem in der Fetvahâne des Şeyhülislâmlık tätig. Im Jahr 1908 wurde er als Abgeordneter von Canik in das osmanische Parlament (Meclis-i Mebusan) gewählt.

  • Zu seinen Schülern gehörten mehrere Persönlichkeiten, die in den religiösen und juristischen Kreisen der späten osmanischen Zeit bedeutende Spuren hinterließen. Dazu zählen Ahıskalı Ali Haydar Efendi, Ebül‘ulâ Mardin, Mimarzâde Mehmed Ali Bey sowie dessen Sohn Kemaleddin Birsen.

  • Ahmed Hamdi Efendi verstarb am 29. Ramadan 1330 (11. September 1912) und wurde in der Hazire der Fatih-Moschee beigesetzt.

Inschrift

Dieses Grab gehört Çarşambalı Hacı Ahmed Hamdi Efendi, der in allen Bereichen bewandert war. Um Allahs willen eine Fatiha für seine Seele. 11. September 1912.

Eine Fatiha für seine/ihre Seele