Faika Hanım
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Faika Hanım, deren Geburtsjahr aufgrund ihres Todesalters auf etwa 1866 geschätzt wird, war die Tochter des ehemaligen Außenministers (Hariciye Nazırı) Mehmed Raşid Pascha. Raşid Pascha wurde in der Übersetzungsabteilung (Tercüme Odası) ausgebildet und gehörte zu den Staatsmännern der späten osmanischen Zeit, die als Gouverneure, Botschafter und Außenminister tätig waren. Er kam 1876 beim sogenannten Tscherkessen-Hasan-Zwischenfall (Çerkes Hasan Vakası) im Konak von Midhat Pascha ums Leben.
Faika Hanım heiratete Sami Bey, den Sohn von Subhi Pascha. Die Familie Subhi Pascha gehörte über Abdüllatif Subhi Pascha zu den bekannten Familien der osmanischen Bildungs-, Gelehrten- und Bürokratiekreise. Abdüllatif Subhi Pascha war der Sohn von Abdurrahman Sami Pascha, dem ersten Bildungsminister des Osmanischen Reiches. Auch in den Erinnerungen von Abdülhak Hâmid wird „Subhi Paşazâde Sami Bey“ unter den Persönlichkeiten erwähnt, die im Umfeld von Paris verkehrten.
Faika Hanım verstarb am 23. Rebiülâhir 1299 (14. März 1882) im Alter von nur 16 Jahren und wurde auf dem Gräberhof (Hazire) der Fatih-Moschee neben ihrem Vater Mehmed Raşid Pascha beigesetzt, der sieben Jahre zuvor verstorben war.

Inschrift
Er ist der Unsterbliche, der Lebendige. Faika Hanım, Tochter des verstorbenen früheren Außenministers Raşid Paşa und Ehefrau von Sami Bey, Sohn von Subhi Paşa, war gerade in ihr sechzehntes Lebensjahr eingetreten, als ihre heilige Seele ins Paradies ging. Ihre Trennung wurde allen Verwandten und Freunden zu Schmerz und Wunde im Herzen. Die Verstorbene war von hohem Charakter, liebte gute Taten und besaß ein engelhaftes Wesen. Wie sie in dieser Welt geschätzt und geehrt wurde, so hoffen wir, dass sie auch im Jenseits Allahs Gnade erfährt. Möge Allahs Barmherzigkeit auf ihr ruhen. 12. Mai 1882. Geschrieben vom Kalligrafen Aziz Efendi.
Ach, die Trennung! Wenn du diese vergängliche Welt plötzlich verlassen solltest, warum kamst du dann aus dem Paradies Firdevs hierher? Wohl um mich im Feuer deiner Trennung zu verbrennen. Du kamst nur kurz in die Welt und gingst wieder; ach, dieser Abschied war schlimmer als der Tod. Statt ohne dich zu leben, wünschte ich zu sterben. Die vier Gefährten stiegen vom Himmel herab und sprachen dieses Datum: „Das Schicksal ließ die frische Rose Faika grausam welken!“ Jahr 14. März 1882.
Eine Fatiha für seine/ihre Seele