Fehim Bey
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Fehim Bey wurde in einer albanischen Familie geboren, die zu den angesehenen Honoratioren [Eşraf] von Gjirokastra [Ergiri], einem Bezirk der Provinz Ioannina [Yanya Vilayeti, heute Albanien/Griechenland], gehörte. Sein Vater war Hurufi Edhem Efendi.
Laut dem osmanischen Beamtenregister [Sicill-i Osmânî] stand er unter der Regierungszeit von Sultan Abdülaziz im Dienst des kaiserlichen Palastes; im Anschluss stieg er in der Provinzverwaltung auf, wo ihm die Ränge eines Bezirksgouverneurs [Kaymakam] sowie der Ehrentitel eines Generalgouverneurs [Mîrimîrân Pâyesi] verliehen wurden.
Der auf seiner Grabinschrift erwähnte Titel „Rütbe-i Ûlâ“ stellt eine bedeutende, hochrangige Rangstufe innerhalb der osmanischen Zivilverwaltung für Spitzenbeamte dar. Die letzte herausragende Funktion in der Karriere von Fehim Bey war das Amt des stellvertretenden Gouverneurs (Landrat) von Dschidda in der Provinz Hedschas.
Fehim Bey verstarb am 23. Şevval 1307 nach der Hidschra (12. Juni 1890 n. Chr.) und wurde auf dem Gräberhof der Fatih-Moschee [Fatih Camii Haziresi] beigesetzt.

Inschrift
„Er [Gott] ist der Ewige.
Dieser edle Herr – Sohn des Hurufi Edhem Efendi, welcher einer der namhaftesten Familien von Gjirokastra [Ergiri] aus der Provinz Ioannina [Yanya] entstammte – ist aus dieser vergänglichen Welt geschieden. Er war eine zutiefst geschätzte Persönlichkeit und gehörte zu den Staatsbeamten der ersten Rangstufe [Birinci Derece Devlet Memurlarından / Rütbe-i Ûlâ]. In jeglicher Gesellschaft, in der er verweilte, war er stets die eleganteste und feinsinnigste Seele.
Eine Zeit lang bekleidete er das Amt des stellvertretenden Gouverneurs [Kaymakam] in der Provinz Hedschas. Seine Einzigartigkeit war in aller Munde. Möge er durch Gottes Gnade mit der göttlichen Barmherzigkeit im Jenseits belohnt werden, denn mit unendlicher Hingabe dachte und pries er unablässig den Namen des Propheten Mohammed. Wer an seiner Ruhestätte vorbeikommt, möge ihm eine Fatiha schenken.
Tausendfaches Bedauern! Dieser Stein ward zum Zeichen seines Fortgangs. Gemeinsam mit fünf Gefährten sprach ich ein juwelengleiches Chronogramm [Cevherli Tarih] zu seinem Ableben: ‚Fehim Bey ist in dieser Stunde leichten Schrittes an jenen Ort gelangt, den er so sehr ersehnte [das Paradies].‘
Eine Fatiha für seine Seele und die Seelen aller Gläubigen. 12. Juni 1890.“
Eine Fatiha für seine/ihre Seele