Haydar Bey
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Ali Haydar Bey wurde 1852 in Batum geboren und gehörte der aus Batum stammenden Fürstenfamilie Bejanidze an. Sein Vater Abdülhamid Bey fiel während des Krimkrieges in der Schlacht von Şekvetil. Im Familiengedächtnis wurde er als „der berühmte Märtyrer“ und „der große Märtyrer“ in Erinnerung behalten. Die auf dem Grabstein erwähnte Formulierung „şehîd-i şehîr Hamid Bey“ bezieht sich auf eben diesen Abdülhamid Bey.
Zwischen 1867 und 1877 war Ali Haydar Bey in der Schreibkanzlei (Tahrirat Kalemi) sowie in der Ratskanzlei (Meclis Kalemi) von Batum tätig. Während des Russisch-Osmanischen Krieges von 1877–1878 diente er an der Front von Batum und führte die Korrespondenz zwischen dem Kommandeur der Osmanischen Armee in Batum, Hasan Tahsin Paşa, und dem Oberbefehlshaber der Hilfstruppen von Batum, Çürüksulu Ali Paşa.
Nachdem Batum und seine Umgebung infolge des Krieges an Russland abgetreten worden waren, wanderte Ali Haydar Bey nach Istanbul aus. Mit Genehmigung Sultan Abdülhamids II. beteiligte er sich an der Ansiedlung georgischer Flüchtlinge aus Batum, die innerhalb der Grenzen der Provinz Hüdavendigâr untergebracht wurden. Gemeinsam mit seinen Brüdern Hasan Rıza Paşa und Murat Hamdi Bey spielte er eine führende Rolle bei der Niederlassung dieser Flüchtlinge in der Umgebung von İnegöl und Gemlik. Er war außerdem an der Gründung des Dorfes Haydariye bei Gemlik beteiligt, das nach ihm benannt wurde.
Im Jahr 1882 trat Ali Haydar Bey in den Dienst des Ministeriums für öffentliche Arbeiten (Nâfia Nezareti) ein und war dort in verschiedenen Bereichen des staatlichen Bau- und Infrastrukturwesens tätig. Die Nâfia Nezareti war die osmanische Behörde für Straßen-, Brücken-, Bau- und Infrastrukturprojekte.
Ali Haydar Bey verstarb am letzten Tag des Monats Zilhicce 1328 („Selh-i Zilhicce“), entsprechend dem 1. Januar 1911, und wurde auf dem Gräberhof (Hazire) der Fatih-Moschee beigesetzt.

Inschrift
Haydar Bey, Direktor der öffentlichen Arbeiten, ist in diesem Grab bestattet. Der Genannte war der Sohn des berühmten Märtyrers Hamid Bey aus der Batum-Dynastie und war für seine wissenschaftliche Reife und seinen moralischen Charakter bekannt und ausgezeichnet. Möge seine Wohnstatt das Paradies sein, und mögen die Besucher eine Fatiha sprechen. 1. Januar 1911.
Eine Fatiha für seine/ihre Seele