Mehmed İzzet Paşa
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Mehmed İzzet Paşa, der 1827 in Istanbul geboren wurde, gehört zu jener Generation osmanischer Soldaten der Spätzeit, die an der Kaiserlichen Kriegsakademie [Mekteb-i Harbiye] ausgebildet wurden.
İzzet Paşa, der im Laufe seiner Karriere bis in den Rang eines Feldmarschalls [Müşir / Mareşal] aufstieg, bekleidete die Posten des Oberbefehlshabers der kaiserlichen Gardearmee [Hassa Ordusu], der 5. Armee sowie der 6. Armee; zudem amtierte er für kurze Zeit als Feldmarschall der kaiserlichen Gendarmerie [Zabtiye Müşirliği].
Im Jahre 1878, einer Epoche, in der sich die militärische Organisation des Staates unmittelbar nach dem verheerenden Osmanisch-Russischen Krieg von 1877–1878 (dem „93er-Krieg“) im tiefgreifenden Umbruch befand, wurde er in das Amt des Kriegsministers [Seraskerlik] berufen. Der Serasker war nach der Aufhebung der Janitscharen-Korps der oberste Befehlshaber und höchste Amtsträger der osmanischen Landstreitkräfte.
Neben seinen rein militärischen Verwendungen amtierte Mehmed İzzet Paşa zwischen 1879 und 1882 als Generalgouverneur [Vali] der Großprovinz Diyarbekir, bevor er im Anschluss erneut zum Oberbefehlshaber der 5. Armee ernannt wurde.
Dass auf seiner Grabinschrift explizit seine Zugehörigkeit zum Nakşibendiyye-Sufiorden ausgewiesen wird, bezeugt, dass er neben seiner hochrangigen militärischen Identität auch in enger Verbindung zu mystischen Kreisen stand.
Feldmarschall Mehmed İzzet Paşa – auf dem Stein als „ehemaliger Kriegsminister“ [Serasker-i Esbak] gewürdigt – verstarb am 9. Receb 1308 nach der Hidschra (18. Februar 1891 n. Chr.) und wurde auf dem Gräberhof der Fatih-Moschee [Fatih Camii Haziresi] beigesetzt.

Inschrift
„Er [Gott] ist der Schöpfer, der Ewige.
Eine Fatiha für die Seele des der göttlichen Barmherzigkeit und Vergebung anheimgefallenen Mehmed İzzet Paşa – ehemaligen Kriegsministers [Serasker / eski Genelkurmay Başkanı], welcher zu den Großen unter den Feldmarschällen [Müşirân / Mareşallerin Büyüklerinden] gehörte und ein Ergebener des Nakşibendiyye-Sufiordens [Nakşibendi Tarikatı Bağlılarından] war.
18. Februar 1891.“
Eine Fatiha für seine/ihre Seele