Ömer Ali Efendi

Profilübersicht

Geburt/Tod1843 / 1920
FunktionGouverneur / Gouverneur / Autor
Nummer des Gräberhofs242
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Paşabeyzâde Ömer Âli Efendi wurde in Adana geboren und gehörte der Familie der Ramazanoğulları an. Sein Großvater Arif Paşa war unter anderem Gouverneur von Adana, sein Vater Ahmed Paşa amtierte als Kaymakam von Tarsus. Bei Privatlehrern erlernte er Arabisch, Persisch, Griechisch und Armenisch und erhielt darüber hinaus Unterricht in Geographie, Kartographie, Algebra, Philosophie und Geschichte.

  • Seine Laufbahn im Staatsdienst begann 1862 in der Kanzlei (Tahrirat Kalemi) von Adana. Später war er als Mektupçu (Leiter der Verwaltungskanzlei) in verschiedenen Provinzen tätig, darunter Dersim, Diyarbakır, Aydın, Aleppo, Hedschas und Syrien. Nach seiner Tätigkeit als stellvertretender Gouverneur in Dschidda wurde er zum Gouverneur von Karesi, Tekirdağ und Bengasi ernannt. Sein letztes offizielles Amt war das des Gouverneurs von Kastamonu, das er 1909 für kurze Zeit ausübte.

  • Seine nachhaltigsten Leistungen erbrachte Ömer Âli Efendi während seiner Amtszeit als Gouverneur von Karesi. Zwischen 1896 und 1905 war er in Balıkesir tätig und engagierte sich nach dem schweren Erdbeben vom 29. Januar 1898 intensiv für den Wiederaufbau der Stadt. Die Hacı-Ali-Moschee ließ er einschließlich ihres Minaretts auf eigene Kosten neu errichten. Außerdem stiftete er im Hof der Moschee eine Medrese mit zehn Räumen und richtete dort eine Bibliothek ein, in der er seine persönlichen Bücher unterbrachte. Diese Bibliothek erhielt später den Namen Hamidiye-Bibliothek und hinterließ über viele Jahre hinweg deutliche Spuren im kulturellen Leben von Balıkesir.

  • Auch beim Wiederaufbau der Zağnos Mehmed Paşa Camii, eines der Wahrzeichen Balıkesirs, spielte er eine führende Rolle. Nach dem Erdbeben setzte er nicht nur seine amtlichen Befugnisse, sondern auch einen beträchtlichen Teil seines persönlichen Vermögens für Wiederaufbau- und Wohltätigkeitsprojekte ein. Damit gehörte er zu den Provinzverwaltern, denen es gelang, auch die Bevölkerung für solche Vorhaben zu mobilisieren.

  • Neben seiner Verwaltungstätigkeit war Ömer Âli Efendi auch literarisch tätig. Er verfasste die Romane *Cemal Bey* und *Türkmen Kızı*. Besonders *Türkmen Kızı*, das 1889 erschien, gilt als einer der frühen Romane der türkischen Literatur, die sich mit dem Leben der Landbevölkerung und der Turkmenen beschäftigen.

  • Seine letzten Lebensjahre verbrachte Ömer Âli Efendi in Istanbul. Sein gesamtes Vermögen vermachte er der Hilâl-i Ahmer Cemiyeti, der heutigen Türk Kızılay. Aufgrund dieses Vermächtnisses wurde sein Grab von der Hilâl-i Ahmer errichtet, und auf seinem Grabstein wird seine Wohltätigkeit ausdrücklich hervorgehoben.

  • Ömer Âli Efendi verstarb am 8. Cemâziyelâhir 1338 (28. Februar 1920) und wurde auf dem Friedhof (Hazire) der Fatih-Moschee beigesetzt.

Inschrift

Er ist der Ewige. Eine Fatiha für die Seele von Adanalı Paşabeyzade Ömer Ali Efendi, ehemaligem Gouverneur von Kastamonu, der sein gesamtes Vermögen dem Roten Halbmond spendete. Todesdatum: 20. Februar 1920.

Eine Fatiha für seine/ihre Seele