Şeyh Ali Talib Efendi
Profilübersicht

Hervorstechende Eigenschaften
Sufi-Sheikh Ali Tâlib Efendi, dessen exaktes Geburtsdatum nicht überliefert ist, wurde auf der Insel Rhodos geboren.
Als Sheikh des Nakşibendî-Hâlidî-Ordens gehört Ali Tâlib Efendi zu den Postnişins [Ordensoberhäuptern] der Spätzeit des berühmten Murad-Islamischer Geistlicher-Konvents [Murad Islamischer Geistlicher Dergâhı], einer Institution, die im Istanbul des 19. Jahrhunderts sowohl in Gelehrten- als auch in Mystikerkreisen herausragte.
Der Murad-Islamischer Geistlicher-Konvent im Istanbuler Stadtteil Fatih/Çarşamba war ein lebendiges intellektuelles Zentrum, das weit über die Grenzen eines reinen Derwischklosters hinaus für seine hochkarätigen Vorlesungen in Koranwissenschaften, Arabisch, Persisch sowie für seine Exegesen des Mesnevî [des großen mystischen Werkes von Rumi] bekannt war. Zu den regelmäßigen Besuchern dieses Kreises zählte in seinen Jugendjahren auch der berühmte spätosmanische Staatsmann, Historiker und Rechtsgelehrte Ahmed Cevdet Pascha. Der Konvent galt als einer der wichtigsten Knotenpunkte, an dem sich die islamische Gelehrtenelite [Ulemâ] und die Sufi-Meister [Meşâyih] des Reiches zusammenfanden.
Ali Tâlib Efendi übernahm die spirituelle und administrative Leitung des Konvents in der Nachfolge von Sheikh Mehmed Ârif Efendi und übte dieses Amt bis zu seinem Lebensende aus.
Sheikh Ali Tâlib Efendi verstarb am 9. Zilkade 1311 nach der Hidschra (14. Mai 1894 n. Chr.) und wurde auf dem Gräberhof der Fatih-Moschee [Fatih Camii Haziresi] beigesetzt.

Inschrift
„O Er [Gott, Du bist der einzig Lebendige].
Eine Fatiha für die Seele des verstorbenen Meisters des Murad-Islamischer Geistlicher-Konvents [Murad Islamischer Geistlicher Dergâhı Şeyhi] – Sheikh Ali Tâlib Efendi –, welcher zu den führenden und hochangesehenen Sheikhs des Hâlidiyye-Zweiges des erhabenen Nakşibendiyye-Sufiordens gehörte. 14. Mai 1894.“
Eine Fatiha für seine/ihre Seele