Seyyid Ahmed Hilmi Efendi

Profilübersicht

Geburt/TodUnbekannt / 1888
FunktionJurist / Präsident des Kassationshofes
Nummer des Gräberhofs34
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Hervorstechende Eigenschaften

  • Ahmed Hilmi Efendi aus Kastamonu begann seine berufliche Laufbahn als Lehrer der Kinder des Heeresrichters (Militärrichter) Zeynelâbidin Efendi; im Jahr 1859 wurde er Richter (Islamischer Geistlicher) von Galata und 1866 von Sofia. Im Anschluss erlangte er den Ehrentitel (Pâye) eines Richters von Mekka [„Mekke-i Mükerreme Pâyesi“] und stieg in der Gelehrtenhierarchie weiter auf.

  • Im Jahr 1868 wurde Ahmed Hilmi Efendi als Mitglied in den Hohen Justizrat (Dîvân-ı Ahkâm-ı Adliyye) berufen und erwarb kurz darauf den Ehrentitel eines Richters von Istanbul. Nachdem er 1875 zum Präsidenten des Kassationshofes [Mahkeme-i Temyiz Reisi] ernannt worden war, wurde ihm der Ehrentitel des Heeresrichters von Anatolien [Anadolu Militärrichterliği Pâyesi] verliehen.

  • Bekannt für sein profundes Wissen auf dem Gebiet der islamischen Rechtswissenschaft (Islamische Rechtswissenschaft), wirkte Ahmed Hilmi Efendi an der Ausarbeitung der Mecelle-i Ahkâm-ı Adliyye mit – einem der bedeutendsten Gesetzestexte der osmanischen Rechtsgeschichte. Es wird überliefert, dass die Mecelle-Kommission in hohem Maße von seiner juristischen Expertise profitierte und auch Ahmed Cevdet Pascha selbst ihn mit großem Lob bedachte.

  • Ahmed Hilmi Efendi, der auf seiner Grabinschrift im Kreis der „Literaten und Rechtsgelehrten seiner Epoche“ [Üdebâ ve Fukahâ-yı Zaman] gedacht wird, war bekanntermaßen ein Angehöriger des Nakşibendiyye-Sufiordens.

  • Er verstarb am 6. Zilhicce 1305 (14. August 1888 n. Chr.) und wurde auf dem Gräberhof der Fatih-Moschee (Fatih Camii Haziresi) beigesetzt.

Inschrift

„Alles, was auf Erden ist, wird vergehen.“ (Koran, Sure ar-Rahman, Vers 26)

„Eine Fatiha für das Wohlgefallen Gottes und zu Ehren des Propheten für die Seele des Hüters des Korans [Hafız], des Kastamonuer Seyyid Ahmed Hilmi Efendi – welcher die Barmherzigkeit und Vergebung Gottes erlangt hat, ein treuer Anhänger des Nakşibendi-Sufiordens war und zu den führenden Gelehrten der Literatur [Üdebâ] und des islamischen Rechts [Fukahâ] sowie zu den rechtschaffenen, gütigen Spitzenbeamten [Büyük Başbakanlardan / Militärrichter-Ratsmitgliedern] seiner Epoche gehörte – sowie für die Seelen aller Gläubigen. 14. August 1888.“

Eine Fatiha für seine/ihre Seele