Hafız Ahmet Paşa Moschee

Hafız Ahmet Paşa Moschee

Baujahr
1595
Auftraggeber
Hadım Hafız Ahmed Pascha
Architekt
Davud Aga
Standort
Fatih
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Änderungen nach dem Bau

  1. Der Komplex, zu dem die Moschee gehört, wurde von großen Katastrophen Istanbuls wie den Erdbeben von 1648 und 1763 sowie den Bränden von 1782 und 1918 schwer betroffen.

  2. Nach dem Cibali-Fatih-Brand von 1918 blieb die Moschee lange Zeit vernachlässigt und wurde bis in die 1960er Jahre als Materiallager genutzt.

  3. Nach den 1976 durchgeführten teilweisen Restaurierungsarbeiten wurde sie wieder für den Gottesdienst geöffnet.

  4. Durch die umfassenden Restaurierungsarbeiten der Generaldirektion für Stiftungen im Jahr 1991 erhielt sie ihre heutige Gestalt.

Besondere Merkmale

  • Der Hâfız-Ahmed-Pascha-Komplex wurde als Külliye errichtet, bestehend aus Moschee, Medrese, Bibliothek, Dârülkurrâ, Türbe, Sebil, Brunnen und Grundschule. Die Bauten des Komplexes wurden aus behauenem Stein errichtet.

  • Die Moschee besitzt einen rechteckigen Grundriss. Im mittleren Bereich befindet sich eine große Kuppel, an den Seiten liegen zwei quadratische Räume mit kleineren Kuppeln. Die Moschee grenzt an den Hof und besitzt eine schlichte, elegante Struktur im klassischen osmanischen Stil.

  • Das Minarett befindet sich rechts des mittleren Raumes; nach dem Erdbeben von 1763 wurde es im Barockstil neu errichtet. Am Geländer des Balkons befinden sich Reliefmotive.

  • Obwohl Hadım Hâfız Ahmed Pascha, der Stifter der Moschee, in der Geschichtsschreibung häufig mit Müezzinzâde Hâfız Ahmed Pascha (1564–1632), einem der Großwesire aus der Regierungszeit Sultan Murads IV., verglichen wird, handelt es sich um zwei verschiedene Personen.

  • Das Türbe von Hadım Hâfız Ahmed Pascha, der während der Regierungszeit Sultan Mehmeds III. wichtige Staatsämter wie das Amt des stellvertretenden Großwesirs bekleidete, befindet sich neben der Moschee.

  • Die Erzählung, dass Hadım Hâfız Ahmed Pascha im Traum sah, wie Mehmed der Eroberer ihn wegen des Baus einer Moschee in unmittelbarer Nähe der Fatih-Moschee zurechtwies und seine Hinrichtung befahl, dass er siebzig Tage nach diesem Traum starb und dass beim Begräbnis ein vom Rand des Grabes abbrechender Stein seinen Kopf abtrennte, nimmt in der Istanbuler Folklore einen wichtigen Platz ein.

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