Personen in der Türbe
Ayşe Hafsa Sultan wurde in Bachtschyssaraj auf der Krim geboren und war die Tochter des Krimkhans Mengli Giray. Sie heiratete Sultan Selim I. während seiner Prinzenzeit und brachte 1494 in Trabzon ihren Sohn Sultan Süleyman den Prächtigen zur Welt. Als ihr Sohn den Thron bestieg, zog sie mit dem Titel „Valide Sultan“ in den Topkapı-Palast. Sie gilt als die erste faktische Valide Sultan des Osmanischen Reiches.
Hafsa Sultan, die für ihre Wohltätigkeit bekannt war, ließ in Manisa einen großen Komplex aus Moschee, Medrese, Krankenhaus und Hamam errichten und stiftete ihre Besitzungen in Manisa und Menteşe, um diesem Komplex Einkünfte zu sichern.
Ayşe Hafsa Sultan erkrankte an einer nicht näher bekannten Krankheit und wurde durch die von Merkez Efendi zubereitete Mesir-Paste geheilt. Merkez Efendi war damals leitender Arzt der Medrese der Sultan-Moschee in Manisa.
Das Mesir-Paste-Fest, das bis heute fortgeführt wird, findet weiterhin an der Sultan-Moschee in Manisa statt.
Şah Sultan, deren genaues Geburtsdatum nicht festgestellt werden konnte, war die Tochter Sultan Selims I. und Ayşe Hafsa Hatuns sowie die Schwester Sultan Süleymans des Prächtigen. Ihre Kindheit verbrachte sie gemeinsam mit ihrem Bruder Sultan Süleyman in Manisa, wo sie eine strenge Palasterziehung erhielt.
Während ihrer Jahre in Manisa entwickelte sie ein Interesse am Sufismus und schloss sich dem Sünbülî-Zweig des Halvetiye-Ordens an. Sie wurde eine Schülerin von Merkez Efendi, einem berühmten Sufi und Medizinkundigen der Zeit.
Şah Sultan, die eine Zeit lang mit Großwesir Lütfi Pascha verheiratet war, starb 1572.
Über die Türbe
- Baujahr
- Auftraggeber
- Architekt
- Standort
Besondere Merkmale
Das Türbe wurde zunächst mit achteckigem Grundriss und blinder Kuppel errichtet.
An seiner Fassade befindet sich eine Vorhalle mit geradem Sturz und breitem Dachüberstand, die auf vier Säulen ruht.
Der Übergang zur Kuppel wird durch einen achteckigen Tambour hergestellt.
Das Türbe wurde beim Erdbeben von 1894 vollständig zerstört. Vor der Verfassungsperiode wurde mit dem Wiederaufbau begonnen, doch blieb dieser unvollendet.
Durch eine umfassende Restaurierung im Jahr 2018 erhielt es seine heutige Gestalt.

