Änderungen nach dem Bau
Die Synagoge wurde nach den großen Bränden des 19. Jahrhunderts neu errichtet und erhielt dabei ihre heutige Gestalt.
Das in den 1980er Jahren vernachlässigte Bauwerk wurde nach dem Instandsetzungsprozess 1994 wieder für den Gottesdienst eröffnet.
In den Quellen wird auch eine Restaurierungsmaßnahme erwähnt, die 1991 begonnen haben soll.
Die Synagoge, die nach dem verheerenden Anschlag vom 15. November 2003 aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde, wurde 2007 nach Abschluss der Maßnahmen wieder für den Gottesdienst eröffnet.
Besondere Merkmale
Die Synagoge wird durch ihre Tore definiert, die sich zu dem Platz hin öffnen, der in Keçecipiri zwischen den Straßen Harap Çeşme, Dere und Basmacı Ruşen liegt.
Die Quelle deutet das Bauwerk als Erbe der jüdischen Bevölkerung der Gegend, die in einer Zeitspanne einst auf nahezu 30.000 Personen anwuchs.
Zur Herkunft des Namens „Maalem“ wurde kein schriftliches Dokument festgestellt; es wurde eine Erklärung festgehalten, wonach der Name eine verkürzte Form des Wortes „Mahallem“ sein könnte.
Es wurde auch vorgebracht, dass der Name „Maalem“ die Bedeutung „die ganze Welt / das ganze Universum gemeinsam“ tragen könnte.
Es liegt auch eine Deutung vor, die den Namen „Maalem“ mit der Wendung „ma aile“ (als Familie) in Verbindung bringt.
Im Innenraum zeigt sich mit der unter dem Dach verborgenen kuppeligen Überdeckungsordnung ein Verständnis, das einigen Decken-Kuppel-Lösungen der osmanischen zivilen und religiösen Architektur nahekommt; in Bezug auf den Kuppelschmuck werden ein Sonnenmotiv mit Blattgold und eine bildliche Flächengestaltung erwähnt.
Die Gebetskanzel (Teva) tritt mit ihrer an den Schiffsbug erinnernden Form hervor; es finden sich architektonische Deutungen, wonach diese Form die Arche Noah oder die sephardische Migration symbolisiert.

