Änderungen nach dem Bau
Zu Beginn des 7. Jahrhunderts gründeten Prinzessin Sopatra und Eustolia hier ein Frauenkloster; das Bauwerk verschwand in der Zeit des Lateinischen Kaiserreichs.
Nachdem die Stadt 1261 wieder unter byzantinische Herrschaft gekommen war, ließ Isaakios Doukas an derselben Stelle ein eingeschossiges Kloster errichten; 1281 ließ Maria Despina Palaiologina das Kloster und die Kirche in der bis heute erhaltenen Form neu erbauen.
Wegen der Kämpfe in ihrer Umgebung im Jahr 1453 wurde das Bauwerk als „Blutige Kirche“ bezeichnet; der zur Kirche hinaufführende Weg wurde mit dem Namen „Sancaktar-Hang“ in Verbindung gebracht.
Mit Fermanen aus der Zeit Mehmeds II. und Bayezids II. wurde bestätigt, dass die Kirche der griechisch-orthodoxen Gemeinde überlassen blieb; die Versuche, sie in den Regierungszeiten Selims I. und Ahmeds II. in eine Moschee umzuwandeln, blieben erfolglos.
Bei den Bränden von Fener (1633, 1640, 1729) wurde sie beschädigt; durch Reparaturen und Anbauten veränderte sich ihr ursprüngliches Erscheinungsbild in bedeutendem Maß.
Ende des 19. Jahrhunderts wurde in der Nähe der Kirche eine kleine Schule errichtet; 1892 wurde ein kleiner Glockenturm hinzugefügt.
Bei den Ereignissen vom 6.–7. September 1955 wurde sie beschädigt; danach wurde sie instand gesetzt.
Besondere Merkmale
Die Kirche gehört zum griechisch-orthodoxen Patriarchat von Istanbul.
Das Bauwerk ist auch unter den Namen „Kirche der Maria der Mongolen“ und „Panagia Mouchliotissa“ bekannt; ihre Widmung ist als „Theotokos Panagiotissa“ verzeichnet.
Sie wird als das einzige Beispiel in Istanbul bezeichnet, das aus byzantinischer Zeit erhalten blieb und in osmanischer Zeit nicht in eine Moschee umgewandelt wurde, sondern seine Kirchenfunktion ohne Unterbrechung fortsetzte.
Das Bauwerk wird in seiner ursprünglichen Form mit einem zentralkuppeligen Tetrakonchen-Grundriss als ein singuläres bzw. außergewöhnliches Beispiel innerhalb der byzantinischen Architektur von Konstantinopel bewertet.
Die Kirche befindet sich hinter hohen Mauern in einem Hof; da die Eingänge meist geschlossen gehalten werden, kann der Besuchszugang eingeschränkt sein.
Im Innenraum treten eine auf das 11. Jahrhundert datierte Mosaikikone sowie auf das 13.–14. Jahrhundert datierte Ikonen hervor; außerdem zählen Ausstattungsmerkmale wie die Darstellung des „Jüngsten Gerichts“ an der Ostwand zu den markanten Elementen.
Der Überlieferung nach reicht der unterirdische Gang unter der Kirche bis zur Hagia Sophia.
Richtung
Akbaba Derwisch-Tekke
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