Das Erdbeben von 1509 führte in den Medresebauten des Komplexes, insbesondere an den Kuppeln, zu schweren Schäden.
Die Semaniye-Medresen wurden nach den Erdbeben von 1509 und 1765 instand gesetzt.
Die Medresen wurden 1924 geschlossen; die Gebäude blieben lange Zeit leer.
Die Sahn-Gebäude wurden in den Jahren 1951–1953 restauriert.
Ab 1975 wurden einige Teile der Gebäude als Studentenwohnheim, Dispensarium und Kinderheim genutzt.
Der auf der Akdeniz-Seite gelegene Teil der Tetimme-Medresen wurde 1928 beim Bau der Fevzi-Paşa-Straße abgerissen.
Hervorstechende Merkmale:
Den acht hochrangigen Medresen innerhalb des Komplexes wurde die Bezeichnung „Semaniye“ gegeben; die Medresen wurden zu je vier auf beiden Seiten der Moschee angeordnet.
Die Medresen des Komplexes gliedern sich in zwei Gruppen: Semaniye (Sahn) und Tetimme (Musila-i Sahn).
Die auf der Marmara-Seite gelegenen Sahn-Medresen wurden Akdeniz-Medresen, die auf der Seite des Goldenen Horns gelegenen Karadeniz-Medresen genannt.
Jede Sahn-Medrese besteht aus neunzehn Zellen und einem großen kuppelgedeckten Unterrichtsraum mit Moscheefunktion um einen von Revaken umgebenen Hof.
Die Medresen wurden mit den Bezeichnungen „Baş Kurşunlu / Çifte Baş Kurşunlu / Çifte Ayak Kurşunlu / Ayak Kurşunlu“ benannt.
Der Komplex wurde nach der Eroberung als eines der bedeutenden religiösen und kulturellen Zentren der Stadt in einer symmetrischen Ordnung entworfen.