Änderungen nach dem Bau
Die historischen Wurzeln des Bauwerks reichen zunächst auf ein zu Beginn des 13. Jahrhunderts bestehendes Kloster griechisch-orthodoxen Ursprungs und danach auf den 1362 von den Genuesen errichteten Glockenturm sowie auf das Pera-Zisternenkloster (Santa Maria della Cisterna) zurück.
1450 begann die aus Glockenturm und Kirche bestehende Baugruppe unter der Leitung französischer Benediktinermönche unter dem Vorsitz von Dom Nicolas Meynet als dem heiligen Benoît geweihte lateinisch-katholische Kultstätte genutzt zu werden.
Das Bauwerk wurde bei den Bränden von 1686, 1696 und 1731 beschädigt und erhielt, wie aus der Inschrift über dem Eingang der Kirche hervorgeht, durch den Wiederaufbau von 1732 seine heutige Gestalt.
1783 wurde das Areal von den Jesuiten an die Lazaristenpriester übergeben.
Im 19. Jahrhundert wurde das Areal erweitert und 1880 mit einem von Sultan Selim III. erteilten Ferman auf den Namen der französischen Botschaft eingetragen.
Während des Ersten Weltkriegs wurden sämtliche Tätigkeiten in der historischen Baugruppe unterbrochen; nach dem Krieg wurde sie erneut mit Schul- und Kirchenfunktionen weitergenutzt.
In den 2000er Jahren erhielt sie zusammen mit den Gebäuden der Baugruppe durch umfassende Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten ihre heutige Form.
Besondere Merkmale
Die Kirche gehört zur lateinisch-katholischen Kirche.
Sie ist eine der ältesten noch heute in Nutzung befindlichen katholischen Kirchen in Istanbul.
Während der Eroberung Istanbuls wurden die Reliquien und religiösen Verzierungen in der Kirche von den Priestern zunächst auf die Insel Chios und später nach Genua gebracht.
Nach dem Brand von 1686 wurde auf Initiative des französischen Botschafters Pierre de Girardin erlaubt, die Kirche kuppelüberdeckt zu errichten, sodass sie von einem Privileg profitierte, das bis dahin nur Moscheen zuerkannt worden war.
Außerdem schenkte der damalige Scheichülislam beim Bau der Kuppel die Säulen, die bis heute erhalten sind.
Der bis heute erhaltene Glockenturm wurde 1362 von den Genuesen errichtet.

