Änderungen nach dem Bau
Nach Evliya Çelebis Seyahatname geht der Ursprung des Bauwerks auf eine Moschee zurück, die von Mustafa Ağa, dem Bostancıbaşı, also dem Kommandanten der Palastwachen, errichtet wurde, der 1626 das Amt des Gouverneurs von Damaskus innehatte.
Nach der erhaltenen historischen Inschrift wurde sie 1810 von Âfitab Usta, dem persönlichen Schatzmeister Sultan Selims III., neu errichtet.
Zwischen 1950 und 1955 wurde der hölzerne Vorraum für die letzte Gebetsreihe erhalten, während der gemauerte Hauptbau in eine Betonkonstruktion umgewandelt wurde.
2006 erhielt die Moschee durch eine umfassende Restaurierung ihre heutige Gestalt. Bei dieser Instandsetzung wurde der hölzerne Vorraum ästhetisch vollkommen neu ausgeführt, und die Gesamtarchitektur der Moschee sowie ihre Umgebung wurden miteinander in Einklang gebracht.
Besondere Merkmale
Das Bauwerk, das auch als Beykoz-Merkez-Moschee bekannt ist, fällt im Innenraum durch Kanzel, Minber, Decke und Frauenempore aus Holz sowie durch seine feine Holzarbeit auf.
Im Hof des Bauwerks befindet sich ein 1857 errichtetes Muvakkithane, also ein Zeitbestimmungsraum, der an den Eingangstoren von Külliyes und Zentralmoscheen zur genauen Berechnung und Bekanntgabe der Gebetszeiten angelegt wurde.
Der Mihrab ist mit Kütahya-Fliesen verkleidet und bietet eine elegante Ästhetik.
Die Moschee besitzt ein Minarett mit einem einzelnen Balkon; in ihrem Garten befindet sich ein Şadırvan.
In dieser Moschee wird ein Sakal-ı Şerif, eine heilige Reliquie vom Bart des Propheten, aufbewahrt und in den Nächten von Kadir zur Besichtigung geöffnet.

