Änderungen nach dem Bau
Im 19. Jahrhundert wurde sie als Moschee und Tekke (Sufi-Zentrum) erneuert
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sie bei einem Brand größtenteils zerstört
Beim Cibali-Brand im Jahr 1918 wurde sie ebenfalls beschädigt
Nach der Schließung der Tekken im Jahr 1925 wurde sie eine Zeit lang als Wohnraum genutzt
1972 wurde die Außenfassade restauriert; zuvor besaß sie ein Minarett aus Holz, welches durch ein neues Minarett mit verglastem Aufbau ersetzt wurde, das aus der linken hinteren Ecke der Empore hervorragt
Am 7. Januar 1983 wurde von der Fatih-Muftiämterei eine hölzerne Kanzel (Minber) hinzugefügt, und das erste Freitagsgebet wurde verrichtet.
Besondere Merkmale
Gemeinsam mit der dazugehörigen Tekke ist sie auch als Tahiriye Tekke bekannt
Als Tekke-Moschee verfügt sie über ein Mausoleum, eine „Çilehane“ (Rückzugsort für asketische Übungen) und ein Gebäude, das als Gästehaus genutzt wurde
Sie besitzt einen großzügigen Garten mit einer Fläche von ca. 8.000 m² und ist von hohen Umfassungsmauern umgeben
Das Gebäude ist quadratisch angelegt; die Wände der Moschee bestehen aus Mauerwerk, das Dach ist aus Holz und mit Ziegeln gedeckt
Trotz der durchgeführten Restaurierungen konnte der Tekke-Komplex seine ursprüngliche Architektur weitgehend bewahren
Die Gebetsnische (Mihrab) ist mit einem runden Bogen versehen und besitzt eine eingekerbte Gestaltung
Der Predigtstuhl (Kürsü) befindet sich auf einer Empore, die von zwei Holzsäulen getragen wird; auch der Vorraum für die letzte Gemeinde (Son Cemaat Yeri) ist aus Holz gefertigt
Der Innenraum umfasst 54 m²; in der rechten Wand befindet sich kein Fenster. Die Gebetsnischenwand (Mihrab-Wand) und die linke Wand werden jeweils durch zwei Fenster, oben und unten, belichtet
Das Minarett besitzt eine verglaste Struktur und wurde an der linken hinteren Ecke der Empore angebracht
Am Eingang befindet sich ein Brunnen, im Innenhof gibt es zudem einen Wasserbrunnen
Der Stifter Seyyid Mehmed Tahir Ağa hatte das Amt des Surre Emin inne (eine osmanische Position, die den Geleitzug mit Spenden und Geschenken von Istanbul nach Mekka und Medina anführte). Auf dem Rückweg aus Damaskus wurde er ermordet. Sein abgetrennter Kopf wurde nach Istanbul gebracht und in der Nähe der Zawiya (Gebets- und Versammlungshaus) beigesetzt
Auf dem Friedhof des Mausoleums befinden sich zudem das polygonale, mit einer Kuppel versehene und mit Inschriften in Sülüs-Schrift verzierte Mausoleum von Asude Hatun.

