Sultan Mahmud I. wollte die Hagia Sophia in eine Külliye umwandeln; zusammen mit Bibliothek, Şadırvan, Küche und Imaret ließ er 1740 auch die Elementarschule errichten.
Wie aus der von Turgut Kut 1928 erstellten Studie über die Stiftungs-Schulen hervorgeht, wurde das Bauwerk der Nutzung durch den Imam der Hagia-Sophia-Moschee überlassen.
Nach der Umwandlung der Hagia Sophia in ein Museum im Jahr 1934 wurde es als Dienstwohnung des Museumsdirektors genutzt.
Nachdem die Hagia Sophia 2020 wieder den Status einer Moschee erhalten hatte, wurde zusammen mit der Ayasofya-Külliye auch die Elementarschule wieder genutzt.
Hervorstechende Merkmale:
Das Bauwerk befindet sich als freistehendes Gebäude im südwestlichen Hof der Hagia Sophia.
Das Bauwerk ist zweigeschossig; es wurde mit regelmäßigen Reihen aus Stein und Ziegeln gemauert.
Das Obergeschoss hat einen quadratischen Grundriss; es erhält durch je drei Fenster an drei Fassaden reichlich Licht.
Die Dershane ist mit einer Kuppel überdeckt; der Übergang zur Kuppel wird über einen oktogonalen Tambour hergestellt, der durch Eckdreiecke gebildet wird.
An den Fassaden befinden sich Beispiele von Vogelhäusern.
Sıbyan-Schulen sind Einrichtungen, die in der osmanischen Zeit die Funktion einer Grundschule erfüllten und meist zusammen mit Moscheen und Mesciden errichtet wurden.