Das Bauwerk beherbergte in der Zeit von 1850 bis 1928 den Patriarchatssitz der armenischen Katholiken.
1958 wurde während der Straßenverbreiterungsarbeiten ein Teil des Bauwerks enteignet und abgerissen.
Hervorstechende Merkmale:
Die Kirche gehört zum Armenisch-Katholischen Patriarchat der Türkei.
Sie ist die erste in Istanbul errichtete armenisch-katholische Kirche.
Das Bauwerk besitzt einen weiten Basilikagrundriss; der Mittelraum ist im Inneren mit einem Gewölbe und Halbkuppeln, außen mit einem flachen Dach gedeckt.
Die zur Kuyu-Straße gerichtete Eingangsgestaltung wurde so konzipiert, dass sie die Wirkung eines antiken Tempels vermittelt; am über eine Treppe erreichten Eingang sind sechs Pfeiler durch einen Architrav miteinander verbunden.
In der nach außen vorspringenden Apsis befinden sich in einer architektonischen Komposition, die die Nischen zeigt, Figuren, die Surp Tatyos und Surp Partoghemios darstellen; die kleine Kapelle mit Apsis neben der Hauptapsis wird als Taufkapelle genutzt.
In der Kirche befinden sich fünf verschiedene Altäre; einer davon ist der Heiligen Muttergottes gewidmet und zeigt Maria und das Jesuskind mit Kronen auf den Köpfen.
Im Inneren des Bauwerks befindet sich das Grab des libanesischen Emirs Beşar Şıhabi.
Während der im Bauprozess auftretenden Pestepidemie wurde am 25. März die Ikone der Heiligen Muttergottes durch die Straßen getragen; nach diesem Ereignis schenkte Sultan Mahmud II. der Kirche nach Überlieferung ein mit Diamanten besetztes Geschenk, und diese Tradition wird mit den Gedenkfeiern zum „Tag der Toten“ nach Ostern in Verbindung gebracht.